Für Schwarz-Gelb wirds immer enger
Aktualisiert

Für Schwarz-Gelb wirds immer enger

Auf die Möglichkeit eines knappen Ergebnisses bei der erwarteten Wahl am 18. September in Deutschland deuten neue Umfragen hin.

Nach dem «Deutschland-Trend» der ARD-«Tagesthemen» dürfte es gar zu einem Patt kommen.

Erstmals seit März gab es damit bei dieser vom Forschungsinstitut Infratest dimap vorgenommenen Umfrage keine Mehrheit für einen Machtwechsel in Berlin. Allerdings ergab eine Emnid-Umfrage für den Nachrichtenkanal N24 gleichzeitig unverändert eine Mehrheit für Union und FDP.

Beim «Deutschland-Trend» bleibt die Union stabil bei 42 Prozent, die FDP geht um einen Punkt auf 6 Prozent zurück. Die SPD verbessert sich um einen Punkt auf 29 Prozent.

Die Grünen liegen weiterhin bei 8 Prozent. Die Linkspartei, bei der die Reformkommunisten der PDS für die linke Wahlalternative ihre Listen öffnet, geht um einen Punkt auf 11 Prozent zurück.

Damit ergäben sich 48 Prozent jeweils für die derzeitigen Oppositions-Parteien Union und FDP auf der einen Seite sowie für SPD, Grüne und Linkspartei auf der anderen Seite.

Bei der Emnid-Umfrage gewann die Union dagegen noch einen Punkt dazu und erreichte 43 Prozent, die FDP fiel um einen Punkt auf 7 Prozent. Die SPD blieb bei 26 Prozent, die Grünen sanken um einen Punkt auf 8 Prozent. Die Linkspartei verbesserte sich um einen Punkt auf 13 Prozent.

Damit ergäben sich 50 Prozent für Union und FDP, während Rot-Grün zusammen mit der Linkspartei auf 47 Prozent kämen.

In jüngster Zeit hatten auch andere Umfragen schon ein mögliches knappes Ergebnis signalisiert, nachdem lange Union und FDP weit vorne lagen. Inbesondere hat die neue Linkspartei starken Anklang gefunden und damit die Lage verändert.

In Berlin hatten daraufhin bereits Diskussionen über eine grosse Koalition zwischen Union und SPD eingesetzt. Rot-Grün hat eine Koalition mit der Linkspartei strikt abgelehnt. (sda)

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