Big Brother im Auto: Für Straßen-Rowdys soll es teuer werden
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Big Brother im AutoFür Straßen-Rowdys soll es teuer werden

Mehrere Versicherungen wollen ihre Tarife künftig vom Fahrstil abhängig machen. Eine Art Black Box soll dazu das Verhalten der Fahrer aufzeichnen.

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isa/dpa
Mehrere Versicherer wollen ihre Tarife vom Fahrstil abhängig machen.

Mehrere Versicherer wollen ihre Tarife vom Fahrstil abhängig machen.

War artig fährt, spart an der Versicherung: Durch Überwachung soll sich die persönliche Fahrweise künftig auf den Tarif auswirken. Die Autoversicherer Huk-Coburg und Allianz erproben sogenannte Telematik-Tarife, die umsichtige Fahrer belohnen sollen.

Das System sieht vor, dass Geräte ins Auto eingebaut werden und dann die Geschwindigkeit und das Brems- und Beschleunigungsverhalten der Autofahrer erfassen und Routen aufzeichnen. Falls der Versicherer das Fahrverhalten positiv einschätzt, sollen die Beiträge sinken.

Preiskampf macht Versicherer kreativ

Ob das wirklich funktioniert, testet das Unternehmen derzeit noch, sagte eine Sprecherin der Huk-Coburg. Danach wolle man die Tarife einführen. Einen Zeitpunkt nannte sie nicht.

Die Pläne dürften auch von kleineren Konkurrenten aufmerksam verfolgt werden: In der Autoversicherung herrscht seit Jahren ein massiver Preiskampf, der von Vergleichsportalen im Internet weiter angeheizt wird. Viele Versicherte wechseln jedes Jahr den Anbieter ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung, um Geld zu sparen. Schon geringfügige Preisunterschiede können daher für die Anbieter entscheidend sein.

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