Basel – Für Swisscom-Kunden ist hier bald Schluss mit Tiktok und Instagram

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BaselFür Swisscom-Kunden ist hier bald Schluss mit Tiktok und Instagram

Das Basler Stadtzentrum steht ab dem 23. Februar in einem Funkloch. Wegen einer Baustelle muss die Swisscom eine Antenne abstellen und konnte keinen Ersatzstandort finden. Betroffen sind auch der Regierungspräsident und das Kantonsparlament.

von
Tanya Vögeli
Lukas Hausendorf
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Die Basler Innenstadt fällt Ende Februar ins Funkloch. Grund: Die Swisscon muss eine Antenne ausser Betrieb nehmen.

Die Basler Innenstadt fällt Ende Februar ins Funkloch. Grund: Die Swisscon muss eine Antenne ausser Betrieb nehmen.

20min/Marco Zangger
Diese befindet sich neben dem Rathaus auf dem Dach des Globus, der umgebaut wird. Im Freien könne zwar noch telefoniert werden, in Gebäuden sei dies leider eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich, teilt die Swisscom Anwohnern mit.

Diese befindet sich neben dem Rathaus auf dem Dach des Globus, der umgebaut wird. Im Freien könne zwar noch telefoniert werden, in Gebäuden sei dies leider eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich, teilt die Swisscom Anwohnern mit.

20 Minuten 
Die Swisscom schaffte es in mehreren Jahren nicht einen geeigneten Ersatzstandort zu finden, wie die «bz Basel» berichtet. Hauseigentümer hätten abgelehnt und ein Provisorium auf einer Liegenschaft der Stadt sei zwar geprüft, aber nicht bewilligt worden.

Die Swisscom schaffte es in mehreren Jahren nicht einen geeigneten Ersatzstandort zu finden, wie die «bz Basel» berichtet. Hauseigentümer hätten abgelehnt und ein Provisorium auf einer Liegenschaft der Stadt sei zwar geprüft, aber nicht bewilligt worden.

20 Minuten 

Darum gehts

  • Wegen des Umbaus einer Liegenschaft muss die Swisscom eine Mobilfunkantenne im Herzen von Basel ausser Betrieb nehmen.

  • Das hat Folgen: Das Stadtzentrum fällt am 23. Februar in ein Funkloch, von dem auch Parlament und der Regierungspräsident betroffen sind.

  • Der Swisscom gelang es trotz mehrerer Jahre Vorlaufzeit nicht, einen Ersatzstandort zu finden. 

Insta-Feed laden oder ein frisches Video auf Tiktok laden; in Basel wird das für Swisscom-Kunden bald schwierig. Das Herz der Altstadt versinkt ab dem 23. Februar in einem Funkloch. Die Swisscom muss wegen des Umbaus des Globus an der Eisengasse ihre Antenne auf dem Dach ausser Betrieb nehmen. Was das bedeutet, teilte der Telekommunikationskonzern unlängst der betroffenen Kundschaft mit. Im Freien könne zwar noch telefoniert werden, in Gebäuden sei dies leider eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich. Internet sollte draussen zwar noch funktionieren, allerdings nur sehr langsam. Das Funkloch reicht vom Rathaus bis zu den Hörsälen der Universität.

Die Swisscom schaffte es, in mehreren Jahren nicht einen geeigneten Ersatzstandort zu finden, wie die «bz Basel» berichtet. Hauseigentümer hätten abgelehnt und ein Provisorium auf einer Liegenschaft der Stadt sei zwar geprüft, aber nicht bewilligt worden.

Das ruft nun auch die Politik auf den Plan. SVP-Grossrat Lorenz Amiet hat am Montag eine Interpellation beim Regierungsrat eingereicht. Amiet, gemäss Medienmitteilung auch Swisscom-Kunde, betrifft dies direkt. Sollte der Grosse Rat wieder im Rathaus tagen, wäre er unerreichbar.  Derzeit tagt das Kantonsparlament in der geräumigeren Messe, wo Abstände besser eingehalten werden können. «Mobilfunktechnisch wird das Herzen Basels um 20 bis 30 Jahre zurückgeworfen», schreibt er. Dass die Swisscom als Abhilfe, die Nutzung von Wlan empfiehlt, quittiert er als «schlechten Scherz». 

Auch der Regierungspräsident sitzt im Funkloch

Er hat deshalb zahlreiche Fragen an die Regierung. So will er wissen, ob sie es als zumutbar erachtet, dass die Bevölkerung im Stadtzentrum im Jahr 2022 unverschuldet nicht mehr oder nur noch schlecht erreichbar sei. Oder welche Bedeutung sie einer leistungsfähigen Mobilfunkinfrastruktur als Voraussetzung für das «Schwerpunktthema Digitalisierung» im Legislaturplan beimisst. Und ob der Kanton denn nicht Abhilfe schaffen könne in Form von Eilverfahren oder Ähnlichem.

Anruf bei Regierungspräsident Beat Jans, dessen Büro ebenfalls im Rathaus ist. «Willkommen bei Combox von Swisscom, der Teilnehmer mit der Nummer…», meldet sich die Mailbox. Ein Rückruf kam am Montag nicht. Jans sei bis spätabends besetzt, entschuldigt sich seine Sprecherin. Er habe aber noch vollen Empfang, schiebt sie nach. Um die Interpellation kümmert sich nun das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt von Jans Partei- und Regierungskollege Kaspar Sutter. 

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