Luzern: Für Touristen ist der ÖV bald gratis
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LuzernFür Touristen ist der ÖV bald gratis

Jetzt ist es definitiv: Ab 2017 erhalten Touristen eine Gästekarte, mit der sie in der Stadt und Region freie Fahrt haben.

von
sam
Busfahren ohne Billett: Für Touristen schon bald möglich.

Busfahren ohne Billett: Für Touristen schon bald möglich.

gwa

Die Zusammenarbeit mit dem Tourismus soll weiter gestärkt werden: Der Grosse Stadtrat von Luzern hat am Donnerstag der Finanzierung einer Gästekarte einstimmig zugestimmt, wie sie auch schon seit längerer Zeit vom Stadtrat gefordert wurde. Ab 2017 dürfen nun Hotelgäste in der Tarifzone 10 den öffentlichen Verkehr gratis benützen. Einzig Schifffahrten sind davon ausgenommen. Die Touristen können also künftig auf dem ganzen Stadtgebiet und in der Agglomeration mit dem Bus und dem Zug fahren – und sparen dabei ordentlich Geld: Eine Tageskarte in der Zone 10 kostet für normale Fahrgäste nämlich acht Franken.

Alle Parteien des Grossen Stadtrates unterstützten die Einführung der Gratis-Billette. Finanziert wird die Gästekarte allerdings nicht durch Steuergelder, sondern durch die Beherbergungsgebühr: Diese wird demnächst von 10 auf 50 Rappen erhöht. «Eine Anpassung des Reglements ist für die Gratis-Bus-Tickets notwendig», sagt Joseph Schärli (SVP) gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung». Andere Politiker sahen überdies Verbesserungspotential bei den Billettautomaten: Diese seien nicht nur für Touristen, sondern auch für Einheimische schwer zu bedienen.

Verlängerung der Leistungsvereinbarung

Sibylle Gerardi, Leiterin Unternehmenskommunikation Luzern Tourismus, freut sich über die Einführung der Gästekarte: «Es ist wichtig, dass wir unseren Besuchern einen Mehrwert bieten können», sagt sie auf Anfrage von 20 Minuten. Ebenfalls wichtig sei, dass das Parlament die Leistungsvereinbarung zwischen der Stadt Luzern und Luzern Tourismus bis ins Jahr 2020 verlängert habe. Diese sieht vor, dass die Stadt jährlich einen Markenbeitrag von 460'000 Franken und einen Beitrag zur Kongressförderung von 90'000 Franken bezahlt.

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