Fürsorgebezüger Hanf-Ueli will das Sozialdepartement
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Fürsorgebezüger Hanf-Ueli will das Sozialdepartement

Hanf-Ueli (49) kandidiert für die Nachfolge von Sozialvorsteherin Monika Stocker. Als Fürsorgebezüger verstehe er viel von der Materie.

Das Zürcher Stadtoriginal Hans-Ulrich Flückiger alias Hanf-Ueli hat schon viele Wahlkämpfe ausgefochten. Zuletzt scheiterte seine Nationalratskandidatur. Doch jetzt rechnet er sich gute Chancen aus, ein Amt zu erringen: «Als Sozialhilfebezüger bin ich perfekt dazu geeignet, das Sozialdepartement zu führen», sagt er. Wie die NZZ vermeldete, hat er seine Stadtratskandidatur bei der letzten Gemeinderatssitzung lautstark von der Zuschauertribüne des Ratssaals herunter verkündet.

«Mit mir als Stadtrat würde im Sozialamt ein anderer Wind wehen», so Hanf-Ueli zu 20 Minuten. «Ich würde dafür sorgen, dass Sozialhilfebezüger schöner wohnen.»

Er selber lebe beispielsweise mit seinen beiden Hunden quasi in einem Hühnerstall. Doch auch den Kampf gegen den Sozialhilfemissbrauch will er nicht vernachlässigen: «Man müsste kontrollieren wie im Film ‹Die Schweizermacher›.» Bis zur Wahl vom 1. Juni will sich Hanf-Ueli voll seiner Kampagne widmen, etwa indem er sich im Tram mit politischen Reden an die Passagiere wendet. Reizen würde ihn neben dem Sozial- übrigens auch das Polizeidepartement: «Dort würde ich die Repression gegen ältere Kiffer beenden.»

Marco Lüssi

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