Mit 91 gestorben: «Fürst von Sealand» ist tot

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Mit 91 gestorben«Fürst von Sealand» ist tot

Paddy Roy Bates, selbst ernannter Fürst von Sealand, ist am Dienstag im Alter von 91 Jahren in einem Pflegeheim im englischen Leigh-on-Sea gestorben. Bates litt an der Alzheimerkrankheit.

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«Fürst Roy» gab seinem kleinen Reich (rechts) eine eigene Flagge, Briefmarken, Münzen und sogar eine Nationalhymne. International anerkannt wurde «Sealand» jedoch nie.

«Fürst Roy» gab seinem kleinen Reich (rechts) eine eigene Flagge, Briefmarken, Münzen und sogar eine Nationalhymne. International anerkannt wurde «Sealand» jedoch nie.

Paddy Roy Bates, selbst ernannter Fürst von Sealand, ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 91 Jahren in einem Pflegeheim im englischen Leigh-on-Sea, wie sein Sohn Michael mitteilte. Demnach litt Bates an der Alzheimerkrankheit.

Bates zog im Jahr 1967 mit seiner Familie auf eine verlassene Festung, rund 13 Kilometer vor der Ostküste Englands in der Nordsee gelegen. Die Festung stammte aus dem Zweiten Weltkrieg. Bates rief das Fürstentum Sealand aus und ernannte sich selbst zu dessen Herrscher, Fürst Roy. Die Mikronation wurde zwar international nicht anerkannt, Bates gab seinem kleinen Reich aber dennoch eine eigene Flagge, Briefmarken, Münzen und sogar eine Nationalhymne.

Bevor er Fürst wurde, war er Radiopirat

Zuvor hatte Paddy Bates in der britischen Armee den Rang eines Majors bekleidet. Danach war er ein erfolgreicher Fischer, bis er 1965 den Piratensender «Radio Essex» gründete. Die Radiostation wurde im Oktober 1966 in «Britain's Better Music Station» umgetauft, kurz bevor sie am Weihnachtstag 1966 abgeschaltet wurde.

«Fürst Roy» und seine Frau Joan lebten aus gesundheitlichen Gründen seit einigen Jahren in Spanien. Den Alltagsbetrieb auf Sealand hatten sie ihrem Sohn Michael überlassen. (kle/dapd)

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