Er vermutet Palastintrige: Fürstin Charlènes Berater wehrt sich gegen Misshandlungsvorwürfe
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Er vermutet PalastintrigeFürstin Charlènes Berater wehrt sich gegen Misshandlungsvorwürfe

Nachdem ihr engster Vertrauter wegen Kinderpornografie angeklagt worden ist, meldet sich dieser zu Wort. Pater William McCandless beteuert seine Unschuld.

von
Katrin Ofner
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Erneuter Schock für Fürstin Charlène und Fürst Albert.

Erneuter Schock für Fürstin Charlène und Fürst Albert.

imago/DeFodi
Der ehemalige Berater, Pater William McCandless, der 44-Jährigen wurde wegen Kinderpornografie angeklagt. Er bestreitet die Vorwürfe.

Der ehemalige Berater, Pater William McCandless, der 44-Jährigen wurde wegen Kinderpornografie angeklagt. Er bestreitet die Vorwürfe.

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Vielleicht fühlt sich die Fürstin aufgrund dieser neuesten Entwicklungen noch nicht in der Lage, ihren Mann zu offiziellen Terminen zu begleiten. 

Vielleicht fühlt sich die Fürstin aufgrund dieser neuesten Entwicklungen noch nicht in der Lage, ihren Mann zu offiziellen Terminen zu begleiten. 

IMAGO/i Images

Darum gehts

  • Hinter Fürst Albert und seiner Ehefrau Charlène liegen harte Monate. 

  • Neben dem Gesundheitszustand der Fürstin sieht sich der Fürstenhof jetzt mit einem Misshandlungsskandal konfrontiert.

  • Charlènes Beichtvater, der geistliche Pater William McCandless, wurde wegen Kinderpornografie angeklagt.

  • Ihrem ehemaligen Berater drohen 60 Jahre Haft, er beharrt allerdings auf seine Unschuld.

Das Haus Grimaldi kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem Fürstin Charlène am 12. März nach monatelangem Klinikaufenthalt endlich zurück nach Monaco kehrte und die anhaltenden Ehekrisengerüchte mit einem entzückenden Familienfoto zu Ostern konterte, zogen erneut dunkle Wolken über das monegassische Fürstentum. 

Wie unter anderem die «Bild» vor wenigen Tagen berichtete, wurde gegen den ehemaligen engen Vertrauten von Charlène, den geistlichen Pater William McCanedless, in seiner Heimat, den USA, Anklage wegen Besitzes von Tausenden von kinderpornografischen Bildern erhoben. Am 10. Juni habe der Richter Edward G. Smith den Prozess gegen ihn angesetzt, ihm drohen bis zu 60 Jahre Haft. 

Palastintrige?

Derzeit befinde er sich noch auf Kaution frei, stehe jedoch unter Hausarrest und darf seinen Wohnsitz in einer noblen Einfamiliengegend in Wilmington in Philadelphia für nur eine halbe Stunde pro Tag verlassen. Er beharre auf seine Unschuld. «Zu dem fraglichen Computer in Monaco hatten mehrere Personen Zugang. Die Dateien wurden erst drei Monate, nachdem mein Mandant das Fürstentum verlassen hatte, entdeckt. Sie stammen nicht von ihm», beteuert der Anwalt von «Pater Bill», Michael Diamondstein.

In den Gerichtsakten finden sich E-Mails, in denen das Verteidigungsteam vom Geistlichen schreibt, dass es sich durch einen Termin bei Fürst Albert (64) entlastende Beweise für den Mandanten erhoffe. Die monegassische Botschaft in Washington erteilte allerdings eine Absage. Die Behörden in Monaco seien noch mitten in den Ermittlungen. 

Besonders schlimm für den Fürstenhof: Der Angeklagte und sein Team glauben an eine Palastintrige, da McCandless einen Skandal am Hof aufgedeckt haben soll. Deshalb habe man ihm die Bilder untergeschoben. Anders sieht dies jedoch die Bundesstaatsanwältin Sherri A. Stephan. «Es sitzt genau der richtige Mann auf der Anklagebank», sagt sie gemäss «Bunte». Die Vorwürfe aus Monaco seien nicht die einzigen, die zur Anklage geführt hätten.

«Der Pater und Charlène standen sich sehr nah»

Die Fotos, die der Geistliche aus Monaco in die USA geschmuggelt haben soll, sollen unter anderem Vergewaltigung und Folter zeigen. Zudem wurde eine externe Festplatte mit Kinderpornografie bei ihm gefunden. «Das angebliche Verhalten von McCandless geschah nicht nur im Ausland, sondern ging weiter, während er internationale Grenzen überquerte und vorgab, die Arbeit der Kirche zu tun», sagte US-Staatsanwalt McSwain. «Die unschuldigen Kinder auf diesen Bildern werden für den Rest ihres Lebens mit den Auswirkungen dieses mutmasslichen Missbrauchs fertig werden müssen.» Wie die deutsche Zeitung weiter berichtet, soll Jean Raymond Gottlieb (55), der Ex von Alberts Schwester Prinzessin Stéphanie, in diesem Fall seit Jahren für den monegassischen Geheimdienst ermitteln.

Bis 2017 lebte McCandless in Monaco und war als Beichtvater und Berater der Fürstin tätig. Er sass im Vorstand ihrer Stiftung, traute ihren Bruder Gareth Wittstock (42), taufte 2013 dessen Tochter Kaia-Rose und besuchte die fürstlichen Zwillinge Gabriella und Jacques (7) kurz nach ihrer Geburt. «Der Pater und Charlène standen sich sehr nah. Schon wieder wurde sie enttäuscht. Der Fall wird sie in ihrem prinzipiellen Misstrauen gegen alle Menschen nur noch weiter bestätigen», sagt ein Vertrauter der 44-Jährigen gegenüber «Bild». 

Alberts Geliebte in seiner Nähe

Für die Fürstin, die sich im November wegen psychischer Probleme in Therapie begeben hat, eine neue mentale Herausforderung. Kann sie eventuell aus diesem Grund ihren Mann Fürst Albert noch nicht zu offiziellen Termin begleiten? Monacos Regent reiste vergangene Woche im Auftrag des Fürstentums nach Italien – und zwar ohne Charlène und ohne die gemeinsamen Kinder. 

Was stutzig macht: Während Alberts Aufenthalt in Italien wurde seine Ex-Geliebte Nicole Coste (50) in Rom gesichtet. Auf den Fotos von einem Abendessen, die der «Daily Mail» vorliegen, ist der Fürst zwar nicht zu sehen, der Zusammenhang von Nicoles Solotrip und Albers Dienstreise giesst allerdings weiter Öl ins Ehekrisenfeuer.

Bist du minderjährig und von sexualisierter Gewalt betroffen? Oder kennst du ein Kind, das sexualisierte Gewalt erlebt?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Kokon, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Castagna, Beratungsstelle bei sexueller Gewalt im Kindes- und Jugendalter

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Bist du selbst pädophil und möchtest nicht straffällig werden? Hilfe erhältst du bei Forio und bei den UPK Basel.

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