Triumph in Palermo: Fulminante Teichmann holt zweiten WTA-Titel
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Triumph in PalermoFulminante Teichmann holt zweiten WTA-Titel

Jil Teichmann schlägt im Final von Palermo die Weltnummer 5 Kiki Bertens mit 7:6, 6:2 und macht im Ranking einen grossen Sprung.

von
cst

Der Moment des Triumphs im Video: Jil Teichmann gewinnt das Turnier in Palermo. (Video: SRF)

Am Ende blickt sie in den Nachthimmel von Palermo, schliesst ihre Augen und ballt ihre Fäuste. Dass sie gut drauf ist, das war freilich kein Geheimnis. Aber dass sie an diesem Finalabend auf Sizilien so furios auftreten wird, das konnte man nicht erahnen. Jil Teichmann gewinnt den Final gegen die Weltnummer 5 Kiki Bertens überraschend klar mit 7:6 und 6:. Bedeutet den Turniersieg. Bedeutet den zweiten WTA-Titel ihrer Karriere. Bedeutet Glücksgefühle.

Zu Beginn der Partie war Teichmann noch genervt. Der Wind sorgte für Schwierigkeiten. Aber in den entscheidenden Momenten – etwa bei Bertens erster Breakchance – blieb die 22-Jährige besonnen. Wenig später nützte Teichmann ihre erste Breakmöglichkeit und führte 3:1.

Kecke Teichmann

Es war der Beginn einer Phase, in der beide Spielerinnen Mühe mit ihrem Aufschlag bekundeten. Teichmann nahm der 27-Jährigen zwei weitere Aufschlagsspiele ab. Bertens zeigte sich unbeirrt und antwortete jeweils mit Rebreaks. Die keck aufspielende Teichmann erspielte sich in der Folge Satzbälle. Den ersten wehrte ihre Gegnerin ab. Die Satzbälle zwei und drei landeten im Netz.

Teichmann zitterte kurz. Auch, weil Bertens wenig später zum 5:5 ausglich. Der erste Satz, in dem die Schweizerin mit schnellen Beinen und starker Defensivarbeit überzeugte, wurde schliesslich im Tie-Break entschieden. Dort spielte die Weltnummer 82 äusserst souverän und holte sich nach einem Doppelfehler Bertens' den ersten Satz.

Überforderte Bertens

Die Aussenseiterin überzeugte auch im zweiten Satz. Sie war aktiver, zäher, kreativer. Bertens, die beileibe keinen guten Tag einzog, war ziemlich überfordert. Und so ging am Ende auch der zweite Satz mit 6:2 an Teichmann.

Vor einer Woche in Lausanne schied sie noch im Viertelfinal aus, nun feiert sie nach dem Prag-Titel im Mai ihren zweiten Turniersieg auf der WTA-Tour. Ohne Satzverlust notabene. Der Triumph bedeutet auch einen Sprung im Ranking. Teichmann wird ab Montag erstmals unter den Top 60 gelistet sein. Nie zuvor war sie besser klassiert.

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