Bundesgericht: Fumoirs sind erlaubt
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BundesgerichtFumoirs sind erlaubt

Die Genfer Rauchgegner sind vor Bundesgericht erfolglos geblieben. Sie hatten sich gegen die Einrichtung von Fumoirs in Gaststätten gewehrt.

Die im Genfer Rauchverbotsgesetz vorgesehene Bewilligungsmöglichkeit für Fumoirs verstosse gegen die Kantonsverfassung, argumentierte die Organisation Oxyromandie. Diese garantiere jedem Bürger das Recht, keinem Tabakrauch ausgesetzt zu werden.

Das Bundesgericht hat ihre Beschwerden nun abgewiesen. Es hält ihnen entgegen, dass es sich bei der fraglichen Bestimmung um eine generelle Norm zum Schutz der Gesundheit handelt. Sie schaffe indessen keinen Anspruch, auf den sich der Einzelne berufen könne. Ausnahmen wie diejenige von Fumoirs seien erlaubt.

Als zulässig erachtet das Gericht weiter das Fumoir im Genfer Flughafen. In diesem Bereich würden sich viele Transitreisende aufhalten, die das Gebäude nicht verlassen dürften. Angesichts ihres teilweise mehrstündigen Aufenthaltes sei es verhältnismässig, ihnen eine Möglichkeit zum Rauchen zu bieten. (sda)

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