Polizei ist alarmiert: Funiciello nach «079»-Kritik massiv bedroht
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Polizei ist alarmiertFuniciello nach «079»-Kritik massiv bedroht

Laut SP-Präsident Christian Levrat steht die Juso-Chefin in engem Kontakt mit der Polizei. Die Drohungen gegen sie hätten ein Ausmass erreicht, das nicht mehr akzeptabel sei.

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scl
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Spricht von einer Hetzkampagne: SP-Präsident Christian Levrat mit Juso-Chefin Tamara Funiciello.

Spricht von einer Hetzkampagne: SP-Präsident Christian Levrat mit Juso-Chefin Tamara Funiciello.

Keystone/urs Flueeler
Diese Karikatur über Funiciello erschien am 18. August in den «Schaffhauser Nachrichten» – unterhalb eines Leitartikels, der das Thema Gewalt gegen Frauen problematisierte.

Diese Karikatur über Funiciello erschien am 18. August in den «Schaffhauser Nachrichten» – unterhalb eines Leitartikels, der das Thema Gewalt gegen Frauen problematisierte.

Ausriss «Schaffhauser Nachrichten»
Juso-Präsidentin Tamara Funiciello übte Kritik am Lied «079» von Lo & Leduc. Im Text würde der Mann wiederholt versuchen, an die Handynummer einer Frau zu gelangen, obwohl diese klar Nein sage – ein klassischer Fall von Stalking also.

Juso-Präsidentin Tamara Funiciello übte Kritik am Lied «079» von Lo & Leduc. Im Text würde der Mann wiederholt versuchen, an die Handynummer einer Frau zu gelangen, obwohl diese klar Nein sage – ein klassischer Fall von Stalking also.

Keystone/Urs Flüeler

Die Polizei hat Massnahmen getroffen, um die Sicherheit der Juso-Chefin Tamara Funiciello zu garantieren. Dies sagte SP-Präsident Christian Levrat gegenüber der «Schweiz am Wochenende».

Nach ihrer Äusserung über den Song «079» des Berner Duos Lo und Leduc, den die Jungpolitikerin als sexistisch betitelt hatte, sieht sie sich massiven Drohungen ausgesetzt. Levrat spricht von einer Hetzkampagne. «Wir alle erhalten manchmal Drohungen. Bei Frauen wie Tamara Funiciello aber wird punkto Härte, Boshaftigkeit und Heftigkeit ein Ausmass erreicht, das nicht mehr akzeptabel ist», so der SP-Präsident.

Er kritisierte auch, dass ihre Handynummer in einer Karikatur veröffentlicht wurde. Sie stehe in engem Kontakt mit der Polizei, zudem habe man Anzeige eingereicht. «Es gibt innerhalb der Gesellschaft Gruppen, die Frauen als nicht gleichwertig betrachten. Alle Ungleichheiten, die wir dulden, nähren dieses Bild», sagte Levrat zur «Schweiz am Wochenende». Funiciello selbst äussert sich nicht mehr persönlich zum Fall.

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