Fusion Littau/Luzern weiterverfolgen
Aktualisiert

Fusion Littau/Luzern weiterverfolgen

Das Gemeindeparlament von Littau will das Fusionsprojekt mit der Stadt Luzern nicht aufgeben.

Es hat dazu am Mittwoch einen Beschluss gefasst. Als Zustimmung zur Fusion kann der Entscheid aber nicht gewertet werden. Seit September 2002 wird über eine Fusion der Stadt Luzern (57 000 Einwohner) mit der Vorortsgemeinde Littau-Reussbühl (16 000) diskutiert. Ins Rollen gebracht worden war die Debatte mit zwei Motionen in den beiden Gemeindeparlamenten.

Nun legten die Exekutiven, der Luzerner Stadtrat und der Littauer Gemeinderat, dazu einen Zwischenbericht vor. Sie schlagen vor, das Projekt weiter zu verfolgen. 2007 sollen die Stimmberechtigten über einen Fusionsvertrag und damit über das für die ganze Region wegweisende Projekt befinden können.

Die beiden Gemeinderegierungen schlugen diesen Weg vor, obwohl der Littauer Gemeinderat zur Zeit eine Fusion mehrheitlich ablehnt. Die Tür solle nicht zugeschlagen werden, sagte Gemeindepräsident Josef Wicki (FDP).

Es gebe achtenswerte Gründe für und gegen einen Zusammenschluss mit der Stadt, sagte Wicki. Der Gemeinderat brauche deshalb für eine definitive Beurteilung noch Zeit und weitere Informationen.

Die Einschätzung und das Vorgehen des Gemeinderats fand im Littauer Einwohnerrat (Parlament) eine klare Mehrheit. Es gebe noch viele offene Fragen, stellte etwa auch der CVP-Sprecher fest.

Opposition machte einzig die SVP. Eine Fusion sei für die Menschen kein Thema, stellte sie fest, und sprach von Zwängerei des Gemeinderates. Sie forderte einen Übungsabbruch oder eine Konsultativabstimmung.

In der Abstimmung nahmen 20 Einwohnerrätinnen und -räte zustimmend vom Bericht Kenntnis, 7 waren dagegen. Am 9. Juni nimmt der Grosse Stadtrat von Luzern zum Bericht Stellung.

Im Juli 2006 soll der Entwurf für den Fusionsvertrag vorliegen. Heissen die Parlamente und darauf der Souverän von Luzern und Littau diesen gut, kann frühestens auf den 1. Januar 2010 fusioniert werden.

(sda)

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