Basel-Landschaft: Fusions-Gegner kämpfen mit harten Bandagen
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Basel-LandschaftFusions-Gegner kämpfen mit harten Bandagen

Fusions-Befürworter haben es im Baselbiet schwierig: Wie das Komitee «ein Basel» mitteilt, wurden in diversen Gemeinden Plakate mutwillig zerstört und bösartige Briefe versandt.

von
aj
Die Plakate der Fusions-Befürworter wurden durch Plakate der Fusions-Gegner ausgetauscht.

Die Plakate der Fusions-Befürworter wurden durch Plakate der Fusions-Gegner ausgetauscht.

«In Sissach, Gelterkinden oder dem Homburgertal wurden bis zu 80 Prozent der Plakate entfernt, beschädigt oder zerstört», sagt Komitee-Mitglied Klaus Kirchmayr. In Ettingen, Reinach Frenkendorf oder Liestal sind es laut einer Mitteilung bis zu dreissig Prozent. «Und anstelle unserer Plakate hängen jetzt Plakate der Fusionsgegner», ergänzt der Landrat der Grünen zerknirscht. Das Komitee um Kirchmayr und Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter verurteile dieses «zutiefst undemokratische Verhalten».

Damit nicht genug: «Unseren Mitgliedern wurden auch vermehrt anonyme Briefe zugeschickt», so Kirchmayr weiter. Der Inhalt sei primitiv - aber die Empfänger würden nicht persönlich angegriffen. So schreiben die anonymen Absender etwa: «Eine Wiedervereinigung ist ein Verrat an dem geflossenen Blut der Toten der Schlacht an der Hülftenschanz. Ein Verrat am souveränen Baselbieter Volk.» Zudem steht geschrieben: «Kampf dir und allen weiteren Verrätern und Antidemokraten.»

Kirchmayr allein hat sechs solcher Briefe erhalten, wie er auf Anfrage sagt. Anzeige hat er aufgrund des Inhalts aber nicht gemacht. Das Komitee «ein Basel» geht davon aus, «dass die Kampagne auf die Befeuerung von diffusen Emotionen durch die Gegner zurückzuführen ist».

Abgestimmt wird am 28. September.

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