Aktualisiert 11.06.2008 19:05

Fussball als Business-Lehre

Auch die Chefs müssen den Ball mal flach halten oder stehen im Abseits: Die Fussballsprache ist bei den Chefs beliebt – und nützlich!

von
Dajan Roman

Der deutsche Autor Reinhard Sprenger ist sich sicher, dass die Fussballsprache etwas schafft, was akademische Herleitungen oft nicht können. «Wenn der Chef sagt, man solle den Ball flach ­halten oder man stehe im Abseits, weiss jeder, worum es geht», sagt Sprenger gegenüber Spiegel.de. Ein Beispiel sei auch die Suche nach Vorgesetzten: Oft werde einfach der beste Mitarbeiter genommen. «Ich sage dann, dass gute Fussballer in der Regel keine guten Trainer werden», erklärt der Autor.

Bei der Personalauswahl könne man dann mit diesem Wissen sagen: «Ein Trainer schiesst keine Tore – der lässt schiessen.» Der Fussball biete sich hier an, weil er die Spannung von mannschaftlicher Geschlossenheit und ­individueller Leistung ab­bilde. Eine weitere Parallele zwischen Wirtschaft und Fussball sieht Sprenger bei der Teambildung. «Es geht nicht mehr nur darum, gute Leute zu finden, sondern nach Mitarbeitern zu suchen, die zu bestimmten Menschen, Aufgaben und Rahmenbedingungen passen», so Sprenger. Nicht die einfache Addition von Einzelleistungen sei entscheidend, sondern die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Team.

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