Fussball-Boom bei jungen Schweizern

Aktualisiert

Fussball-Boom bei jungen Schweizern

Die Schweiz ist eine Fussballnation, wie eine Studie beweist. Am meisten zugelegt hat seit dem Jahr 2000 der Nachwuchs. Erstaunlich hoch ist der Anteil kickender Ausländer.

In der Schweiz regiert König Fussball. 230000 Vereinskicker tummelten sich im Jahr 2006 auf den hiesigen Spielfeldern. Das sind 9 Prozent mehr als im Jahr 2000. Am besten gedeiht der Nachwuchs. Im selben Zeitraum hat die Zahl der Junioren zwischen 9 und 20 Jahren um 16 Prozent auf 132000 Jungspieler zugenommen. Die D-Junioren, die 11- bis 12-Jährigen, stellen dabei mit 24 Prozent den grössten Anteil.

«Am meisten überrascht hat mich neben dem starken Anstieg der hohe Mädchenanteil», sagt Anja Umbach-Daniel vom Beratungsunternehmen Rütter + Partner, das die Studie durchgeführt hat. 14000 oder rund 10 Prozent aller Junioren sind weiblich.

Hoch ist auch der Ausländeranteil: Jeder dritte Vereinsfussballer in der Schweiz besitzt einen fremdländischen Pass. Nicht mit eingerechnet sind Secondos und Eingebürgerte.

Die Ursachen für den immensen Anstieg der letzten Jahre sind laut Umbach-Daniel vielschichtig. «Ein wichtiger Grund sind sicher die Erfolge der Schweizer Nati.» So lasse sich etwa ein steiler Anstieg nach der Qualifikation für die EM 2004 in Portugal erkennen. Wegen der Euro 08 wird nun ein neuerlicher Boom erwartet.

(raf)

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