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Eizmoos-Tiger LeeFussball-Büsi Lee geht auch in die Waldspielgruppe

Lee ist eine Katze und ein grosser Fan des SC Cham. Doch derzeit wird nicht gespielt. Einsam ist das Fussball-Büsi dennoch nicht, wie sich jetzt zeigt. Es findet Trost bei den Kindern einer nahen Waldspielgruppe.

von
Nadine Wechsler
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Der Eizmoos-Tiger Lee besucht neben dem SC Cham auch regelmässig die Waldspielgruppe Tannezapfe.

Der Eizmoos-Tiger Lee besucht neben dem SC Cham auch regelmässig die Waldspielgruppe Tannezapfe.

Michelle Achermann, Waldspielgruppe Tannenzapfen
Der SC Cham liess verlauten, dass die Katze, die regelmässig Trainings und Spiele des Vereins besuche, seit der Corona-Pandemie einsam sei.

Der SC Cham liess verlauten, dass die Katze, die regelmässig Trainings und Spiele des Vereins besuche, seit der Corona-Pandemie einsam sei.

SC Cham
Dem widerspricht Michelle Achermann, Inhaberin der Waldspielgruppe Tannezapfe in Cham.

Dem widerspricht Michelle Achermann, Inhaberin der Waldspielgruppe Tannezapfe in Cham.

Michelle Achermann

Darum gehts

  • Der SC Cham sorgte sich um Vereinsmaskottchen Lee. Das Büsi sei einsam, weil wegen Corona kaum Betrieb im Stadion sei .

  • Die Inhaberin der nahen Waldspielgruppe Tannezapfe berichtet nun, dass auch sie regelmässig von der Katze besucht werden.

  • Seit rund fünf Jahren sei Lee ein fester Bestandteil der Waldspielgruppe.

Lee ist eine Katze, aber keine gewöhnliche: Sie liebt es, Trainings und Spiele des SC Cham im Stadion Eizmoos zu besuchen. Gerne auch sieht sie im Vereinsbistro vorbei. Doch derzeit ist coronabedingt und wegen der Winterpause kaum etwas los im Eizmoos. Lee, Spitzname «Eizmoos-Tiger», vermisse den Kontakt zu den Fussballern, liess der Verein kürzlich auf seiner Website wissen.

Dennoch ist Lee nicht einsam, wie sich nun zeigt. Statt mit Fussballern hängt Lee einfach mit Kindern ab. «Lee ist nicht alleine», sagt Michelle Achermann, welche die Waldspielgruppe Tannezapfe in Cham führt. Direkt hinter dem Fussballplatz liegt ihre Waldspielgruppe. «Lee wartet beinahe jeden Tag auf dem Parkplatz auf die Spielgruppe und begleite uns anschliessend in den Wald. Bereits seit rund fünf Jahren ist die Katze ein fester Bestandteil der Gruppe», sagt Achermann.

Streicheleinheiten und Leckerlis

Sobald die Kinder und die Leiter im Wald angekommen seien, wird zuerst eine Geschichte erzählt. Lee mache es sich dabei auf einem Hocker bequem und lausche gespannt. Ab und zu stehe sie auf und hole sich bei den Kindern eine Streicheleinheit oder ein Leckerli ab. «Für die Kinder sind die Erfahrungen mit der Katze sehr wertvoll. Auch scheue Kinder lernen so spielerisch mit Tieren umzugehen», erzählt Achermann.

Wenn die Spielgruppe anschliessend zu einem Spaziergang aufbricht, würden sie immer von Lee begleitet. Ab und zu bringe die Katze auch Beute wie Vögel oder Mäuse. «Das Verhalten der Katze dient uns als Lehrmittel für die Kinder», so Achermann. So lernen die Kinder auch das Verhalten der Katze kennen. «Wenn Lee die Ohren anlegt, ist das für die Kinder ein Zeichen, dass sie in Ruhe gelassen werden möchte», so die Inhaberin der Spielgruppe. Achermann schätzt die Besuche der Katze sehr und sagt: «Lee liebt die Kinder und die Kinder lieben Lee.»

Lee hat ein Zuhause

Gemäss Achermann, war die Katze bis vor drei Jahren im Schluechthofquartier der Gemeinde zu Hause. Bis jemand sie fremdgefüttert habe und in eine Wohnung im Eizmoos gelockt habe. Sie kann sich auch vorstellen, dass die Katze im Verlauf des Tages weitere Anlaufstellen habe, denn die Spielgruppe finde jeweils Morgens statt.

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