Rückrundenstart: Fussball im Gefrierfach – Wetter-Chaos in der Liga?
Aktualisiert

RückrundenstartFussball im Gefrierfach – Wetter-Chaos in der Liga?

Fussball-Fans müssen sich warm anziehen. Pünktlich zum Start der Meisterschaft fallen die Temperaturen.

von
Sandro Compagno
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Der Winter hat die Schweiz fest im Griff und gefährdet den Rückrundenauftakt der Super League am 7./8. Februar 2015.

Der Winter hat die Schweiz fest im Griff und gefährdet den Rückrundenauftakt der Super League am 7./8. Februar 2015.

Keystone/Georgios Kefalas
In St. Gallen tut man alles, um das Spiel gegen Zürich austragen zu können.

In St. Gallen tut man alles, um das Spiel gegen Zürich austragen zu können.

Keystone/Regina Kuehne
Thun empfängt Aarau. Gemäss Sprecher Nik Thom sei man auf eine allfällige Schneeräumung vorbereitet. «Ungemütlich wird es vor allem für die Zuschauer ...»

Thun empfängt Aarau. Gemäss Sprecher Nik Thom sei man auf eine allfällige Schneeräumung vorbereitet. «Ungemütlich wird es vor allem für die Zuschauer ...»

Keystone/Peter Schneider

Bis auf minus 20 Grad Celsius soll das Thermometer in den nächsten Tagen fallen, sagen die Wetterfrösche. So kalt war es in diesem Winter noch nie. «Der Winter verschiebt sich immer weiter nach hinten», sagt Philippe Guggisberg, Sprecher der Swiss Football League. «In den letzten Jahren hätten wir im Januar wohl immer spielen können, aber der Februar macht Probleme.» Zuletzt gefror den Fussball-Fans im Februar 2013 das Bier im Plastikbecher.

Die Swiss Football League wird den für den Spielbetrieb zuständigen Manager Edmond Isoz losschicken, um frühzeitig die Bedingungen an den insgesamt zehn Spielorten in Super und Challenge League abzuklären. Guggisberg: «Die Kälte allein sollte kein Problem sein. Aber wenn Schnee auf dem Rasen anfriert, bekommt man ihn kaum mehr weg.»

Super-League-Klubs sind gewappnet

«Viel Schnee hat es derzeit nicht und die Rasenheizung läuft», beruhigt Daniel Last, Sprecher des FC St. Gallen: «Ich habe vorhin unseren Platzwart gesehen, er machte einen recht entspannten Eindruck.» Die St. Galler empfangen am Samstagabend den FC Zürich. Last: «Wenn es nur einen oder zwei Tage richtig kalt ist, sollten wir keine Probleme haben. Schwierig wird es erst, wenn die Temperaturen eine Woche unter minus 10 Grad fallen, dagegen kommt die Heizung nicht an, ohne den Rasen von unten her kaputt zu machen.» Auch in Luzern (am Samstag gegen YB) und Zürich (GC empfängt am Sonntagnachmittag Leader Basel) verlässt man sich auf die Rasenheizungen.

Eine solche fehlt im Rheinpark-Stadion des FC Vaduz (gegen Sion am Sonntagmittag). «Für eine allfällige Schneeräumung sind wir aber vorbereitet», heisst es im Ländle. Auch Thun hat keine (Kunst-)Rasenheizung, trotzdem müsste es «sehr, sehr, sehr kalt werden», um ein Spiel zu verschieben, sagt Sprecher Nik Thomi: «Ungemütlich wird es vor allem für die Zuschauer ...»

«Spiel-Verschiebungen wären sehr problematisch»

Sicher ist, dass die Verantwortlichen der SFL in den nächsten Tagen noch manch bangen Blick gen Himmel schicken werden. «Spiel-Verschiebungen in der Super League wären sehr problematisch», sagt Philippe Guggisberg. Angesichts des engen Terminkalenders mit zwei Schweizer Klubs im Europacup (Basel und YB) sei es fast nicht möglich, Ausweichtermine zu finden. Guggisberg: «In der Challenge League haben wir mehr Spielraum. Da könnten wir ein verschobenes Spiel auch mal an einem Champions-League-Mittwoch nachholen.»

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