Rafael Nadal: «Fussball ist meine Leidenschaft»

Aktualisiert

Rafael Nadal«Fussball ist meine Leidenschaft»

Rafael Nadal spielt heute um 14 Uhr seinen Viertelfinal gegen Mardy Fish (ATP 9). Warum er immer noch in Mallorca wohnt, Fussball liebt und kein Fashionista ist, erzählt er im Interview.

Rafael Nadal ist kein Fashionista.

Rafael Nadal ist kein Fashionista.

Wieso leben sie immer noch in ihrem Geburtsort auf Mallorca?

Rafael Nadal: Als ich 14 war, hat der Spanische Tennisverband von mir verlangt, dass ich Mallorca verlassen und nach Barcelona umziehen müsse, um dort mein Tennistraining fortzusetzen. Ich habe aber zusammen mit meiner Familie entschieden, in Mallorca zu bleiben. Ich fühle mich in Mallorca zu Hause und wollte nicht weg von meiner Familie. Meine Familie ist mir sehr wichtig und hat mir geholfen, die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Diesen Entscheid habe ich noch nie bereut.

Wie haben sie den Druck vom Verband empfunden?

Ich verstehe ja die Idee dahinter, talentierte Sportler zusammenzuziehen. Dies ist in allen Verbänden ein Trend, grosse Sportler zusammen trainieren zu lassen. Für mich ist es aber wichtiger, dass Talente nicht die Bodenhaftung verlieren und sich zu geerdeten Menschen entwickeln können, welche erfolgreich im Sport, aber vor allem auch im Leben sind.

Wie eng ist die Verbindung zu ihrem lokalen Tennis-Club?

Ich begann meine Karriere beim RCD Mallorca, meinem lokalen Tennis-Club. Im letzten Jahr wurde dort mein Onkel Miguel Angel Nadal Assistenzcoach. Dies hat mich ebenso stolz gemacht wie alle meine persönlichen Erfolge im Tennis.

Sie sind auch ein grosser Fussball-Fan?

Ja, sehr. Ich war sehr stolz und fühlte mich geehrt, als ich nach dem Gewinn des Weltmeistertitels der spanischen Fussballnationalmannschaft 2010 in Südafrika in die Garderobe eingeladen wurde. Es war unglaublich, mit eigenen Augen zu sehen, wie Spieler der Erzrivalen Barcelona und Real Madrid als ein gemeinsames Team diesen Erfolg erreichen konnten und sich gegenseitig in den Armen lagen und feierten. Dieses Zusammenraufen für den gemeinsamen Erfolg der Nationalmannschaft war sicher ausschlaggebend, dass Spanien schliesslich den Titel holen konnte. Das war einmalig.

Wie haben sie es mit der Mode?

Auf dem Tennisplatz wurde ich bekannt für einen eher coolen Look, der sich von allen anderen Spielern unterscheidet, mit spannenden Designs und Farben. Privat trage ich eher klassische, europäische Designs, welche vor allem bequem sein müssen und zudem Stil haben.

Hat sich ihr Modegeschmack über die Jahre verändert?

Als ich 2001 in den Tennis-Circuit kam, war ich noch sehr jung und das hat sich auch darin gezeigt, wie ich mich angezogen habe. Als ich älter wurde, haben sich auch mein Stil und Geschmack entwickelt und ich habe angefangen einen Look zu finden, der mehr mir selber entspricht.

Das Interview wurde von Nike geführt.

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