Mit Videoclips : Fussball-Legenden wollen Fangewalt stoppen

Aktualisiert

Mit Videoclips Fussball-Legenden wollen Fangewalt stoppen

Vor dem Cupfinal geben Berner und Zürcher Fussballer ein klares Statement ab: Fangewalt wird am Sonntag in Bern nicht geduldet.

von
miw
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Der Schweizer Fussballverband lässt einen Werbefilm drehen.

Der Schweizer Fussballverband lässt einen Werbefilm drehen.

Keystone/Marcel Bieri
Darin rufen ehemalige Fussballprofis von YB und FCZ dazu auf, am kommenden Sonntag auf Gewalt und Vandalismus zu verzichten. Ex-Fussballer (v.l.n.r): Roger Kundert, Walter Eichenberger, Daniel Gygax und Martin Weber

Darin rufen ehemalige Fussballprofis von YB und FCZ dazu auf, am kommenden Sonntag auf Gewalt und Vandalismus zu verzichten. Ex-Fussballer (v.l.n.r): Roger Kundert, Walter Eichenberger, Daniel Gygax und Martin Weber

Keystone/Marcel Bieri
Beim Cupfinal im 2014 kam es in Bern zu wüsten Strassenschlachten.

Beim Cupfinal im 2014 kam es in Bern zu wüsten Strassenschlachten.

Keystone/Lukas Lehmann

Es sind wüste Szenen, die sich in den letzten Wochen zwischen Anhängern verschiedener Schweizer Fussballclubs abspielten. Erst am vergangenen Wochenende verprügelten sich in Basel FCZ- und FCB-Fans und es kam gar zu Todesdrohungen.

Und nun erwartet Bern am Wochenende ein Hochrisikospiel: Im Stade de Suisse findet am Sonntag der Cupfinal statt. Dieser artete 2014 in Bern nach Abpfiff der Partie zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich zu einer Strassenschlacht aus.

Nun treffen am Sonntag wieder Hunderte Anhänger des FC Zürich und Fans des BSC YB aufeinander. Beide Fanlager werden zudem vorab durch die Stadt marschieren.

Fussballer melden sich zu Wort

Damit es vor, während und nach dem Match keine Prügelei und Randale gibt, melden sich jetzt ehemalige Fussballer beider Vereine zu Wort und appellieren an die Vernunft der Zuschauer: «Ich bitte die Fans, ruhig zu bleiben und ihre Mannschaft zu unterstützen», sagt YB-Legende Martin Weber gegenüber Telebärn und ergänzte: «Auch wenn sie verlieren.»

Zusammen mit dem ehemaligen YB-Kollegen Walter Eichenberger und den einstigen FCZ-Spielern Daniel Gygax und Roger Kundert stellte er sich am Dienstag im Stade de Suisse auf den Kunstrasen, um diese Bitte auf Video festzuhalten. Die Videoclips und die Fotos sollen über die Kanäle der beiden Fussballclubs und des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) verbreitet werden.

Akteure geben alles, damit es friedlich bleibt

Diese Aktion ist eine von vielen Massnahmen, die der Fussballverband für einen hoffentlich friedlichen Ausgang des anstehenden Cupfinals getroffen hat. Im Zentrum stand bei den Vorbereitungen vor allem der rege Austausch zwischen sämtlichen Akteuren. Die beiden Clubs, die Polizei, die Stadt Bern und der Fussballverband hätten eng zusammengearbeitet.

«Die Videos, die kurz vor dem Spiel veröffentlicht werden, sind sozusagen der Abschluss dieser Präventionsarbeiten», sagt Thomas Wälti von der Kommunikationsagentur Furrerhugi, die die Videos zurzeit produziert. «Nach dem letzten Cupfinal in Bern vor vier Jahren setzen die Involvierten nämlich alles daran, damit der Cupfinal am 27. Mai in der Bundesstadt als friedliches Fussballfest gefeiert werden kann», erklärt Wälti. Weder die brutalen Szenen der letzten Wochen noch die ausufernde Gewalt vom Cupfinal 2014 sollen sich am Sonntag in Bern wiederholen.

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