Gewalt: Fussball-Schiri übel niedergestreckt
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GewaltFussball-Schiri übel niedergestreckt

An einem 3.-Liga-Match kam es am Sonntag in Flums zu üblen Gewaltszenen. Der Schiedsrichter Thomas B.* (28) wurde von einem Spieler, dessen Vater und Fans verprügelt.

von
Pascal Brotzer/ Simon Städeli

In der 75. Spielminute artete das Fussballspiel zwischen dem K.F. Bashkimi-Flums und dem FC Rheineck aus. Bashkimi-Spieler Betim S.* erhielt die Gelb-Rote-Karte. Dieser drohte darauf dem Schiedsrichter Thomas B. mit Gewalt. Aus Angst brach dieser das Spiel ab: Doch dann drehte der 21-jährige S. erst recht durch und schlug B. mit der Faust nieder. «Betims Vater rannte aufs Spielfeld. Wir dachten, er reisse seinen Sohn vom Schiri weg, stattdessen kickte er mit dem Fuss auf diesen ein», so Trainer Gazmend Nuhiji. Zudem beteiligten sich Anhänger von Bashkimi an der Gewaltorgie.

Zu Hilfe eilte schliesslich Gilbert Lapp, Sportchef des FC Rheineck: «Ich nahm den verletzten Schiedsrichter unter meine Jacke und rannte so schnell ich konnte in die Garderobe.» Laut Polizei erlitt der Schiri eine Gehirnerschütterung und mehrere Prellungen.

Den anderen Spielern und den Verantwortlichen des Albanerklubs tun die wüsten Szenen leid. «Sie entschuldigten sich in der Garderobe bei uns. Ein paar weinten sogar», so ein Spieler des FC Rheineck. Uneinsichtig zeigt sich aber Betim: «Ich wollte den Schiri schlagen, es kam aber nie dazu.» Trotzdem droht ihm laut Daniel Rodriguez vom Schweizerischen Fussballverband eine Sperre von mindestens 24 Monaten.

*Namen der Redaktion bekannt

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