Fussball-WM: AI und Juden demonstrieren gegen Iran
Aktualisiert

Fussball-WM: AI und Juden demonstrieren gegen Iran

In Nürnberg gibt es am Sonntag die ersten Demonstrationen aus Anlass eines Spiels der iranischen Nationalmannschaft bei der Fussball-Weltmeisterschaft.

Wenige Stunden vor dem Anpfiff der Begegnung Iran-Mexiko in der fränkischen Stadt beginnt um 14.00 Uhr eine Protestkundgebung gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, zu der mehrere jüdische Organisationen aufgerufen haben. Daran nimmt auch die neu gewählte Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, teil.

An Politikern sind der bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) und die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth als Redner vorgesehen. Beckstein hatte in einem Zeitungsinterview die Befürchtung geäussert, Agenten des iranischen Geheimdiensts könnten das Fussballspiel zum Anlass für Provokationen nehmen. Die Demonstration in Nürnberg richtet sich vor allem gegen die israelfeindlichen Äusserungen Ahmedinedschads. Das WM-Spiel in Nürnberg will der iranische Vizepräsident Mohammed Aliabadi besuchen.

Bereits um 11.00 Uhr beginnt ebenfalls in der Nürnberger Innenstadt eine weitere Demonstration gegen die Regierung im Iran, die von der Gefangenenhilfsorganisation Amnesty International veranstaltet wird. (dapd)

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