Fussball-WM: Fotografieren für Fans verboten
Aktualisiert

Fussball-WM: Fotografieren für Fans verboten

Das Organisationskomittee der Fussball-WM 2006 in Deutschland hat verschiedene harte Regeln für die Fussball-Fans angekündigt. Fotografieren im Stadion ist nicht erlaubt.

Laut einem Bericht von Stern.de ist es verboten, Videokameras und professionelle Fotoapparate in die WM-Stadien mitzunehmen, da dies zu Konflikten mit den Übertragungsrechten führen würde. Fehlbare Zuschauer laufen Gefahr, verwarnt und allenfalls aus dem Stadion verwiesen zu werden.

Dies ist aber bei weitem nicht die einzige Regel, die WM-Fans in den Stadien beachten müssen: So dürfen die Anhänger keine grösseren Mengen Papier oder Toilettenrollen mitbringen, ebenso keine grossen Taschen, Rucksäcke oder Reisekoffer. Fahnen und Transparente sind erlaubt - allerdings nur, wenn die entsprechenden Stangen kürzer als einen Meter lang sind.

Auch bezüglich des Fanverhaltens hat das WM-OK strenge Regeln aufgestellt: So dürfen keine Flüssigkeiten verschüttet werden, und sogar auf die Trennung des Mülls wird das Stadionpersonal ein Auge werfen.

Probleme beim «Public Viewing»

Unmut über die strikten Vorschriften macht sich mittlerweile auch in verschiedenen deutschen Städten breit: Die Übertragung der Fussballspiele auf Grossleinwände in Stadtzentren scheitert vielfach bereits an rechtlichen und lizenztechnischen Gründen. Um die Kosten der Infrastruktur (rund 100'000 Euro während der ganzen WM) zu decken, haben verschiedene Städte nun beschlossen, Eintritt zu den Spielen auf Grossleinwand zu verlangen - in Düsseldorf beispielsweise zwischen 3,30 Euro für einen Stehplatz bis 136,90 Euro für ein VIP-Package. Dies allerdings erfordert wiederum die Abgabe einer zusätzlichen Lizenzgebühr in einem knapp fünfstelligen Euro-Bereich. In der Stadt Meerbusch fand man mit dem Hardware-Hersteller Epson einen Sponsor, der das «Public Viewing» finanzieren wollte. Doch die Stadt hatte die Rechnung ohne die Fifa gemacht. Michael Gorgs, Sprecher der Stadt gegenüber Wdr.de: «Weil die Firma kein offizieller WM-Sponsor ist, hätte sie im Zusammenhang mit der WM nicht genannt werden dürfen. Aber wer will schon darauf verzichten, wenn er so viel Geld in die Hand nimmt?"

In Meerbusch hat man sich nun schweren Herzens entschieden, auf eine öffentliche Vorführung der WM-Spiele zu verzichten.

(mat)

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