Fussballboom: Wartelisten bei Ostschweizer Junioren
Aktualisiert

Fussballboom: Wartelisten bei Ostschweizer Junioren

Schlechte Nachrichten für fussballverrückte Kinder: Wer sich bei einem Klub in der Ostschweiz anmeldet, landet auf der Warteliste.

«Für neue Junioren fehlen uns derzeit schlicht und einfach die nötigen Trainer», sagt Patrick Rimle, Präsident des FC Bischofszell. Dabei wären neue Ausbildner dringend nötig – die Juniorenmannschaften platzen aus allen Nähten: «Wir müssen derzeit Dutzende fussballbegeisterte Kinder vertrösten und auf eine Warteliste setzten», so Rimle. Und diese Liste ist lang: «Bereits sind es über 50 Jugendliche, und es werden immer mehr.»

Auch beim St. Galler Quartierverein FC Rotmonten kennt man das Problem mit den Wartelisten. Derzeit trainieren 210 Junioren in 13 Mannschaften: «Wir können keine neuen F-Junioren mehr aufnehmen», sagt Vizepräsident Bruno Wüst. Er bedauert dies sehr, aber auch hier fehlt es an Personal. «Dabei wären neue Trainer dringend notwendig», so Wüst.

Grund für die aktuelle Fussballverrücktheit dürfte die bevorstehende Euro 08 sein. Nächstes Jahr könnte sich der Andrang deshalb laut den Verantwortlichen der Fussballklubs nochmal verstärken. «Dann werden uns die Junioren wahrscheinlich die Bude einrennen», so Rimle.

Lukas Nef

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