Uniformierte Schläger: Fussballer auf dem Weg in die Kabine verprügelt
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Uniformierte SchlägerFussballer auf dem Weg in die Kabine verprügelt

Spartak Gogniev trug zahlreiche Verletzungen vom Auswärtsspiel bei Terek Grosny davon. Grund dafür war nicht der Fussball, der 30-jährige Russe wurde auf dem Weg in die Kabine verprügelt.

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Gefährlicher Gang zur Kabine: Der russische Spieler Gogniev wurde hier von Männern in Polizeiuniform angegriffen.

Gefährlicher Gang zur Kabine: Der russische Spieler Gogniev wurde hier von Männern in Polizeiuniform angegriffen.

Am vergangenen Freitag kam es zu einem gewaltsamen Zwischenfall bei einem Fussballspiel im tschetschenischen Grosny. In der Begegnung der beiden Reservemannschaften Terek Grosny und dem FC Krasnodar wurde ein Spieler nach seinem Platzverweis im Kabinengang attackiert.

Der 30-jährige Spartak Gogniev legte sich mit dem Schiedsrichter an und wurde danach mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Der Stürmer machte sich auf den Weg in die Garderobe. Dafür benutzte er den Spielertunnel. Dort wurde Gogniev von Männern in Polizeiuniform angegriffen.

Grosny weist Schuld von sich

Einem Artikel des Informationsdienstes Reuters zufolge, wurde Gogniev mit Schlagstöcken verprügelt. Medizinische Untersuchungen ergaben, dass der Stürmer gebrochene Rippen, eine gebrochene Nase, zahlreiche Blutergüsse und eine Gehirnerschütterung davongetragen hat. Der Übergriff fand in Anwesenheit des tschetschenischen Sportministers und Vizepräsidenten des Fussballklubs statt. Der Verein wies nach dem gewaltsamen Übergriff aber jegliche Schuld von sich. Gogniyev habe die Fans von Grosny provoziert.

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Der verprügelte Gogniev erklärte gegenüber lokalen Medien, dass er zurecht vom Platz gestellt wurde, er sei aber niemanden verbal angegangen. «Ich habe überreagiert, das kann passieren. Aber ich habe nichts Schlechtes gegenüber den Terek-Fans oder den anwesenden Offiziellen gesagt.»

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Gewerkschaft fordert Schutz für die Spieler

Die Fotos vom blutigen Gesicht Gognievs waren am Montag in zahlreichen russischen Zeitungen zu sehen. Nach diesem Vorfall verlangt die Spielergewerkschaft Russlands eine Untersuchung des Vorfalls. In einer Stellungnahme an Reuters nennt die Gewerkschaft ihre Forderungen: Sanktionen gegen die Schuldigen und Reformen, die gewährleisten, dass die Spieler in Zukunft besser behandelt werden.

Bereits letzte Saison wurde ein Fall publik, bei dem ein Fussballer bedroht wurde. Der Montenegriner Nikola Nikezic, ehemaliger Stürmer von Kuban Krasnodar, wurde geschlagen und mit einer Waffe bedroht, als der Klub seinen Vertrag auflösen wollte. Kuban Krasnodar, Stadtrivale von wurde mit einer Geldstrafe bestraft, der Sportchef und sein Assistent wurden für eine Zeit lang gesperrt, hiess es in der Mitteilung von Reuters weiter.

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