Fussballklubs finden keine neuen Schiris
Aktualisiert

Fussballklubs finden keine neuen Schiris

Viele
Ostschweizer
Fussballklubs brauchen
neue Schiedsrichter.
Doch potenzielle
Anwärter haben
Angst vor Attacken.

«Das Problem sind nicht nur die Spieler, häufig sind es auch die Zuschauer, die den Schiedsrichter gnadenlos beschimpfen», sagt Urs Lauchenauer, Sportchef des FC Flawil. Laut Vereinspräsident Hans Fässler hat die Zunahme solcher Szenen eine abschreckende Wirkung. «Die Suche nach neuen Schiedsrichtern gestaltet sich oft sehr schwierig», so Fässler. Ähnlich tönt es bei anderen Fussballvereinen in der Ostschweiz: Willy Kradolfer, Schiedsrichter beim FC Appenzell, wurde gar selber Opfer einer Gewalt-Attacke: «Ich wurde auf dem Spielfeld von einem Zuschauer geschlagen.»

Für Roger Glaus, Vize-Präsident des FC St.Margrethen, ist es vor allem schwierig, junge Schiedsrichter zu finden: «Es ist, als ob viele Jugendliche Angst hätten, als Unparteiische zwischen den Fronten zu stehen», so Glaus. Beim FC Arbon versucht man laut Pressesprecher Martin Widmer den Jugendlichen den Schiedsrichter-Posten mit finanziellen Anreizen schmackhaft zu machen: Beispielsweise werde der pfeifende Nachwuchs mit kostenloser Ausrüstung und bezahlter Schiedsrichter-Ausbildung belohnt, so Widmer.

lun/mov

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