Mehr als eine Tonne Kokain: Fussballmanager als Drogendealer unterwegs?
Aktualisiert

Mehr als eine Tonne KokainFussballmanager als Drogendealer unterwegs?

Auf Geschäftsreisen noch rasch mit Kokain gedealt. Diesen Vorwurf erhebt die deutsche Staatsanwaltschaft an einen kolumbianischen Fussballmanager und will seine Auslieferung.

von
heg

In seiner Heimat Kolumbien wird er nur «El Padrino» - der Pate - genannt. Mit vollem Namen heisst der 39-Jährige Jaime Enrique Acosta Artunduaga. Acosta war von 2006 bis 2009 Geschäftsführer des Profiklubs Deportivo Pereira. Diese Position soll er ausgenutzt haben, um mehr als eine Tonne Kokain nach Deutschland zu schmuggeln, berichtet der Kölner «Express» und beruft sich dabei auf einen kolumbianischen Radiosender.

Der Manager streitet alles ab

Enrique Acosta wird weiter vorgeworfen, dass er mit Spielertransfers Geldwäsche betrieben haben soll. Der Verein Deportivo Pereira hat von 2006 bis 2009 aber keine Spieler nach Deutschland verkauft. Der Manager streitet alles ab. Er sei nie in Deutschland gewesen.

Dass «El Padrino» nicht sauber ist, glaubt hingegen die deutsche Staatsanwaltschaft. Sie beantragte die Auslieferung des 39-jährigen Kolumbianers. Falls der Präsident des südamerikanischen Staats, Álvaro Uribe, dieser zustimmt, wird der mutmassliche Schmuggler an Deutschland ausgeliefert.

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