Aktualisiert

ReingelegtFussfessel an Beinprothese befestigt

Zwei Mitarbeiter einer britischen Sicherheitsfirma verpassten einem Ganoven eine Fussfessel. Dabei erwischten sie das falsche Bein des Verurteilten - im wahrsten Sinne des Wortes.

von
lue
So sieht eine Fussfessel an einem richtigen Bein aus. Symbolbild: Daniel Maurer/dapd

So sieht eine Fussfessel an einem richtigen Bein aus. Symbolbild: Daniel Maurer/dapd

Im Auftrag des britischen Justizministeriums verpassen die Angestellten der privaten Sicherheitsfirma «G4S» jährlich rund 70 000 verurteilten Ganoven Fussfesseln. Einer davon ist Christopher Lowcock. Der 29-Jährige wurde wegen Verkehrs- und Drogendelikten sowie illegalem Waffenbesitz zu Hausarrest verurteilt.

Zwei G4S-Mitarbeiter wurden damit beauftragt, zu Lowcock nach Rochdale im Norden von Manchester zu fahren und ihm die Fussfessel anzubringen. Dies taten sie, doch sie befestigten den elektronischen Überwachungsapparat am falschen Bein des Verbrechers, nämlich an seiner Prothese. Diese hatte der Mann absichtlich mit einem Verband kaschiert und die Security-Mitarbeiter, die mittlerweile entlassen wurden, haben ihren Fauxpas nicht bemerkt.

Prothese weg, Freiheit her

So konnte Lowcock ganz einfach seine Prothese ablegen und sie samt der Fussfessel zu Hause lassen. Dies habe er laut dem «Telegraph» denn auch oft und ausgiebig gemacht. Schliesslich wurde man bei der Sicherheitsfirma misstrauisch und weitere Angestellte statteten Lowcock einen Überraschungsbesuch ab. Dort angekommen, fanden sie bereits Polizeibeamte vor. Sie verhafteten den freiheitsliebenden Gauner erneut, diesmal wegen Fahrens ohne Führerschein und ohne Versicherungsschutz.

Deine Meinung