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DänemarkFussfesseln für aggressive Schüler

Dänemark will aggressive und verhaltensauffällige Schüler künftig mit elektronischen Fussfesseln überwachen.

Die mit GPS ausgerüsteten elektronischen Fussfesseln sollen jenen Schülern verpasst werden, die wiederholt gegen bestimmte Auflagen verstossen haben. So kann jederzeit überwacht werden, wo sich die Übeltäter herumtreiben. Justizminister Brian Mikkelsen will dies als Teil eines Massnahmenpakets gegen Jugendkriminalität ab der sechsten Schulstufe einführen – also schon für Zwölfjährige.

Die dänische Regierung will ausserdem das Alter der Strafmündigkeit von 15 auf 14 Jahre herabsetzen. «Die 14-Jährigen begehen doppelt so viele Straftaten wie die 13-Jährigen», so Justizminister Mikkelsen.

Gemäss einer Umfrage der Zeitung «Berlingske ­Tidende» befürworten 61 Prozent der Dänen härterte Strafen für kriminelle Jugendliche. Die Mitte-rechts-Regierung unter Lars Lökke Rasmussen will in den kommenden Jahren rund 20 Millionen Euro mehr in die ­Bekämpfung der Jugend­kriminalität investieren.

Belohnung für Schulbesuch

Frankreich setzt auf Zuckerbrot statt Peitsche: Schulschwänzer werden mit Belohnungen in die Klassenzimmer gelockt. So vergibt eine Schule in Marseille Gratistickets für Fussballspiele. In Schulbezirk Créteil südöstlich von Paris gibt es sogar Bargeld. Bis zu 10 000 Euro kann eine Klasse pro Jahr bekommen, wenn ihre Schüler brav zum Unterricht gehen. Damit können sie zum Beispiel eine Schulreise unternehmen.

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