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Fussfesseln für Schwänzer

Harte Zeiten für Schulschwänzer: Ein Innenminister will deutsche Kids mit elektronischen Fussfesseln überwachen.

In der «Bild»-Zeitung wies der Ex-General und brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) darauf hin, dass jeder dritte Schulschwänzer Straftaten begehe. Der Hardliner ist überzeugt, dass die elektronische Fussfessel eine vorbeugende wie abschreckende Massnahme sei. «So können wir die Gesellschaft vor kriminellen Schulschwänzern schützen – und diese vor sich selbst», begründete Schönbohm.

Hintergrund der Forderung: Bei einer bundesweiten Befragung hatten 33 Prozent der Schüler angegeben, sie würden während des Schwänzens «Dinger drehen». Auch das Kriminologische Forschungsinstitut kam zum gleichen Schluss: «Jugendliche, die massiv schwänzen, sind mindestens vier Mal so kriminell wie ihre Altersgenossen», warnte Direktor Christian Pfeiffer.

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