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Prozess gegen Amanda Knox«Fussspuren stimmen nicht überein»

Nach einer zweimonatigen Sommerpause wird seit einigen Tagen der Prozess im italienischen Perugia gegen Amanda Knox fortgesetzt. Am Freitag startete die Verhandlung mit einem Paukenschlag.

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Seit Montag werden die Gerichtsverhandlungen im Prozess gegen Amanda Knox weitergeführt. Nachdem am Montag der BH der ermordeten Meredith Kercher im Mittelpunkt gestanden hatte, - Knox' Anwälte behaupten, die Menge an DNA-Material sei zu gering, um sie eindeutig Knox zuweisen zu können - geht es am Freitag um die blutigen Fussspuren, die die Forensiker im Badezimmer des Hauses an der Via della Pergola in Perugia sichergestellt haben.

Dabei kam der forensische Experte Francesco Vinci zu Wort: Vinci, von der Verteidigung des Mitangeklagten Raffaelle Sollecito beauftragt, verglich die Fussspuren, die im Haus auf dem Boden und dem Badezimmerteppich gefunden wurden, mit den Sohlen von Sollecito und Knox. Dabei, so seine Aussage, ergab sich aufgrund von Grösse und Form «überhaupt keine Übereinstimmung.»

Sommerpause ohne Klimaanlage

Der Prozess war im Sommer für zwei Monate ausgesetzt worden. Für Knox sei es eine schwierige Zeit gewesen, erzählte ihr Vater den Medien am ersten Prozesstag. Sie habe zwei Monate «in einem Betonofen verbracht», sagte Curt Knox. «Es war extrem heiss. Es gibt keine Klimaanlage im Gefängnis und es war überfüllt.» Seine Tochter hoffe, dass mit der Weiterführung der Verhandlungen sie bald freigesprochen werde, so Knox weiter. Doch mit einem Urteil dürfte nicht vor Ende Jahr gerechnet werden.

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