Aktualisiert 11.03.2014 11:52

Playoff-PremiereFust: «In Lausanne ist die Luft nicht draussen»

John Fust kennt das Gefühl der ersten Playoff-Teilnahme. Anders als 2011 in Langnau stellt der Assistenzcoach in Lausanne aber keine Genugtuung fest.

von
Peter Berger

Kurze Rückblende: Im Frühjahr 2011 hatte Headcoach John Fust die SCL Tigers erstmals in die NLA-Playoffs geführt. Im Viertelfinal scheiterten die Emmentaler danach gegen den SCB gleich mit 0:4.

Nun hat Fust als Assistenzcoach erstmals mit Lausanne die Playoffs erreicht. Dass die Waadtländer gegen die ZSC Lions ebenfalls sieglos ausscheiden, glaubt er nicht. «Der grosse Unterschied ist, dass in Langnau die Luft draussen war, in Lausanne nicht», sagt der 42-jährige Kanadier. Im Emmental stand man nach zwölf vergeblichen Anläufen schon sieben Runden vor Qualifikationsende kopf. Flugs wurde – in Anlehnung an die Farben im Teletext – in grünen Playoff-Tenüs gespielt. «Wir erreichten den sechsten Platz. Die Emotionen waren so gewaltig, dass wir danach in den Playoffs leer waren, fast zu vergleichen mit einem Meister-Blues.»

Ein früher Sieg für den Glauben

In Lausanne sieht Fust diese Gefahr nicht: «Hier läuft alles mehr businesslike ab. Es gibt zwar eine Euphorie bei den Fans, nicht aber bei den Spielern. Wir bleiben uns und unserem System treu.»

Will heissen, die Aufsteiger werden weiterhin defensiv agieren und auf den überragenden Goalie Huet vertrauen. «Dann hoffen wir, den kleinen Riss beim ZSC zu finden. Viele ­haben das diese Saison nicht geschafft.» Der LHC gewann jedoch in der Qualifikation beide Heimspiele gegen die Zürcher. Fust: «Wir brauchen einen frühen Erfolg und nicht erst, wenn die Serie 0:3 steht. Nur so bleibt der Glaube an die Sensation.»

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