Aktualisiert

«Regulierungssünder»G-20 planen weitere schwarze Liste

Als weiteren Zug im Kampf gegen Steueroasen erwägen die G-20 laut dem britischen Finanzminister Alistair Darling eine schwarze Liste von Ländern mit einer zu lockeren Finanzmarktregulierung.

Ähnlich wie beim Vorgehen gegen «Steueroasen» sollten diese Länder mit Strafen belegt werden. «Es ist nicht gut für die Finanzstabilität, dass einige Unternehmen von einer Karibikinsel aus Geschäfte betreiben und sich hinter einem Vorhang der Verschwiegenheit verstecken können», sagte Darling dem Magazin «Emerging Markets» vom Samstag.

Provisorische Liste bis im November

So entschieden wie Darling hatte sich bisher kaum ein Vertreter der Gruppe der 20 Industrie- und Schwellenländer (G-20) zur Regulierung der Finanzmärkte geäussert. Sein Standpunkt legt nahe, dass die G-20 die Finanzreformen weltweit entschlossen umsetzen wollen.

Gemäss dem Bericht von «Emerging Markets» will eine Expertengruppe des Financial Stability Board bis zum Treffen der G20-Finanzminister im November eine provisorische Liste der «Regulierungssünder» erstellen. (sda)

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