Aktualisiert 07.06.2007 17:12

G-8-Gipfel: «Weltwirtschaft in guter Verfassung»

Angesichts der robusten Weltkonjunktur gehen die sieben führenden Industrieländer und Russland (G-8) in seltener Einmütigkeit von einem weiteren Wirtschaftsaufschwung aus.

Die G-8-Staats- und Regierungschefs beurteilen die Lage der Weltwirtschaft übereinstimmend positiv. In einer am Donnerstag verbreiteten gemeinsamen Erklärung heisst es, dass die Weltwirtschaft in guter Verfassung sei.

Aus Sicht der G-8 ist die Wachstumsdynamik ausgeglichener und besser über die Wirtschaftszonen verteilt als in der Vergangenheit. «Es sind aber weitere Anstrengungen nötig, um die weltweite Nachfrage stärker anzugleichen», heisst es in der Erklärung.

Wechselkurse flexibler

Die G-8 verwiesen darauf, dass das Konjunkturtempo in den USA inzwischen nachhaltiger sei. Gleichzeitig gewinne die Binnenwirtschaft in Europa und Japan an Schwung. Zudem hätten stark wachsende asiatische Länder erste Schritte in Richtung flexiblerer Wechselkurse unternommen.

Die Erdöl exportierenden Länder schliesslich hätten ihre Investitionen in neue Produktionskapazitäten erhöht und ihre Finanzüberschüsse dazu benutzt, um die Wirtschaft auf eine breitere Basis zu stellen.

Die Risiken bleiben

Als Risiko für die Weltkonjunktur wird immer wieder eine ungeordnete Anpassung der globalen Ungleichgewichte durch abrupte Wechselkursbewegungen genannt.

Zu den Ungleichgewichten gehören laut G-8 das enorme Leistungsbilanz-Defizit in den USA, der starke Anstieg der Währungsreserven in Asien, insbesondere in China, Leistungsbilanz- Überschüsse in Japan, China und Teilen Europas sowie in den Erdöl exportierenden Ländern.

(sda)

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