Mehr Arbeitsplätze: G20-Gipfel will Schub für die Weltwirtschaft
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Mehr ArbeitsplätzeG20-Gipfel will Schub für die Weltwirtschaft

Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer haben sich auf Reformen zur Ankurbelung des weltweiten Wirtschaftswachstums verständigt.

von
cls
Christine Lagarde, Direktorin des IWF, begrüsst die Pläne der 20 Staaten zur Ankurbelung der Weltwirtschaft.

Christine Lagarde, Direktorin des IWF, begrüsst die Pläne der 20 Staaten zur Ankurbelung der Weltwirtschaft.

Ziel sei es, bis zum Jahr 2018 ein zusätzliches Wachstum von 2,1 Prozent zu erreichen, hiess es am Sonntag in einer Erklärung. Durch die Massnahmen werde ein zusätzliches Wachstum von mehr als zwei Billionen Dollar erreicht, zudem würden Millionen neuer Arbeitsplätze geschaffen.

Damit gehen die grossen Industrie- und Schwellenländer leicht über das ursprünglich angestrebte Ziel von 2,0 Prozentpunkten hinaus. Zum grössten Teil diese Initiativen hatten sich die G20-Staaten bereits vor dem Gipfel verpflichtet.

Mehr Arbeitsplätze

Im Communiqué zum Abschluss des Treffens am Sonntag hiess es, die Ankurbelung der Weltkonjunktur und die Schaffung von Arbeitsplätzen habe höchste Priorität für die G20. Es gebe zwar Wachstum in einigen Bereichen. «Aber die globale Erholung ist langsam, unausgewogen und bringt nicht die nötigen Arbeitsplätze.» Weiter gebe es Risiken, besonders im Finanzsektor sowie durch geopolitische Spannungen.

Zugleich verständigten sich die G-20 auf eine weltweite Bekämpfung der Steuerflucht durch multinationale Unternehmen. Künftig sollen Firmen ihre Gewinne in dem Land versteuern, wo sie erzielt wurden.

Die jüngste Berichterstattung über in Luxemburg operierende Firmen hatte deutlich gemacht, dass viele Konzerne Gewinne innerhalb des eigenen Unternehmens verschieben, um sie künstlich kleinzurechnen und den Rest am Standort mit dem niedrigsten Steuersatz zu versteuern.

Lagarde lobt

Der Internationale Währungsfonds (IWF) begrüsst die Wachstumsversprechen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20).

Nun komme es darauf an, die Absichten auch umzusetzen, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde. «Alle müssen nun entschieden handeln, das ist der Schlüssel zu starkem, nachhaltigem, ausgeglichenem und sozial gerechtem Wachstum, und zur Schaffung der nötigen Arbeitsplätze», sagte Lagarde.

Sie lobte ausserdem die geplanten Anstrengungen, um mehr Frauen bezahlte Arbeit zu ermöglichen. Bis 2025 sollen nach den Plänen der G20 100 Millionen Frauen von diesen Anstrengungen profitieren. (cls/sda)

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