Aktualisiert

Trotz EinflussverlustG7 treffen sich weiter

Trotz immer grösserem Einfluss der G-20 werden die Treffen der 7 führenden Industriestaaten (G7) nicht abgeschafft. Die G7-Minister haben sich nach einem Treffen in Istanbul darauf verständigt, künftig wieder informeller zusammenzuarbeiten.

Es werde versucht, die Terminkalender zu straffen, sagte der deutsche Staatssekretär Jörg Asmussen. Auch werde es künftig nicht mehr nach jedem G7-Treffen eine gemeinsame Abschlusserklärung geben. «Wir wollen freier entscheiden.» Die G7-Runden sollten als Vorbereitungstreffen für die G20-Gipfel genutzt werden.

Beim Treffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) Ende September in Pittsburgh war beschlossen worden, dass die G-20 die G7 und G8 als wichtigstes Forum für globale Wirtschaftspolitik ablösen.

Der Länderallianz gehören die USA, Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien, Kanada und Japan an. Auf Ebene der Regierungschefs nimmt auch Russland teil.

Weiter Konjunkturprogramme

In ihrer Abschlusserklärung hielt die G7 fest, an den teuren Programmen zur Krisenbekämpfung werde trotz Zeichen der Wirtschaftserholung nicht gerüttelt. «Wir werden die konjunkturstützenden Massnahmen so lange in Kraft lassen, bis der Aufschwung abgesichert ist», hiess es.

Zu einer Diskussion kam es nach Asmussen auch über die Frage, wer den Kreis der G-20 bildet. Eine Entscheidung dazu sei aber die Sache der Staats- und Regierungschefs der G-20. Die Schweiz hatte sich verschiedentlich darum bemüht, zu Treffen der G-20 eingeladen zu werden - vor allem, als es um Massnahmen gegen Steueroasen ging.

(sda)

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