Aussenministertreffen: G8 fordert von Pakistan stärkere Hilfe für Afghanistan
Aktualisiert

AussenministertreffenG8 fordert von Pakistan stärkere Hilfe für Afghanistan

Die G8-Staaten riefen alle Nachbarländer Afghanistans zu einer engeren sicherheitspolitischen Zusammenarbeit mit dem vom Krieg verwüsteten Land auf.

«Wir ermutigen insbesondere Afghanistan und Pakistan, auf dem Wege des Dialogs ihre Zusammenarbeit in einer konstruktiven und beiden Seiten dienenden Weise fortzusetzen.»

Die Beziehungen zwischen Afghanistan und Pakistan sind derzeit gespannt. Pakistan wies am Donnerstag den Vorwurf der Regierung in Kabul zurück, der pakistanische Militärgeheimdienst stehe hinter einem Attentatsversuch gegen Präsident Hamid Karsai bei einer Militärparade Ende April in Kabul.

Milliarden-Zusagen

Die Lage in Afghanistan ist eines der zentralen Themen des G8- Treffens in Kyoto. Die Minister segneten zum Auftakt der zweitägigen Konferenz 152 Projekte von G8-Staaten in Höhe von 4 Milliarden Dollar ab.

Diese Mittel sollen für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion eingesetzt werden, die als Rückzugsgebiet für Taliban-Kämpfer gilt.

Im Gegenzug forderten sie von der Regierung in Kabul, stärker gegen Korruption und Drogenhandel vorzugehen. Zudem wurde Afghanistan aufgerufen, die anstehenden Wahlen fair und transparent zu organisieren.

Nordkorea

Die Beratungen erfolgten zeitgleich zu Nordkoreas Übergabe der Liste mit Einzelheiten seiner Atomanlagen an China. Über Nordkorea wie auch den Atomkonflikt mit dem Iran wollten die G8- Aussenminister an diesem Freitag zum Abschluss ihrer Beratungen in Kyoto sprechen.

Das Aussenminister-Treffen dient der Vorbereitung des G8- Gipfeltreffens der Staats-und Regierungschefs vom 7. bis 9. Juli in Toyako in Japan.

(sda)

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