Aktualisiert 24.06.2004 12:58

G8-Gipfel: Frankreich entschädigt die Schweiz mit rund 23 Millionen Franken

Frankreich wird sich mit umgerechnet rund 23 Millionen Franken an den Kosten für Sicherheit und Demonstrationsschäden während des G8-Gipfels von Evian beteiligen.

Dies sind gut fünf Millionen mehr als vereinbart, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Donnerstag mitteilte.

Die Zahlung von insgesamt 15 Millionen Euro (rund 23 Millionen Franken) geht aus einem Brief des französischen Premierministers Jean-Pierre Raffarin an Bundespräsident Joseph Deiss hervor. Festgesetzt wurde der Betrag von einer Arbeitsgruppe unter der Leitung des EDA, die sich mit den finanziellen Folgen des Gipfels von Evian befasste. Frankreich und die Schweiz hatten bereits im Vorfeld des Gipfel ein Abkommen abgeschlossen, in dem Gastgeber Frankreich verpflichtete, der Schweiz für ihre Aufwendungen maximal 18 Millionen Franken zu bezahlen. Die restlichen knapp fünf Millionen Franken sind laut EDA eine Geste des guten Willens, mit der Frankreich die Zusammenarbeit mit den Bundes- und Kantonsbehörden honorieren wolle.

Von dem Geld stehen 12 Millionen Euro dem Bund für seine Sicherheitsaufwendungen zu. Die restlichen drei Millionen Euro werden den Kantonen für die Schäden im Gefolge der gewalttätigen Demonstrationen in Genf und Lausanne ausbezahlt. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.