«Solidarität mit Frauen»: Gabalier provoziert mit Kopftuch-Post
Aktualisiert

«Solidarität mit Frauen»Gabalier provoziert mit Kopftuch-Post

Eine Aussage des österreichischen Bundespräsidenten zur Kopftuch-Frage sorgte kürzlich für eine hitzige politische Diskussion. Jetzt mischt sich auch der Schlagerstar ein.

von
jdr

Zeichen des politischen Islam oder Ausdruck religiöser Selbstbestimmung? Das Kopftuch hat Symbolkraft und ist ein Garant für politischen Zündstoff. In diesem Zusammenhang musste der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen kürzlich viel Kritik einstecken.

Auf die Frage, wie er sich gegen Übergriffe auf muslimische Frauen mit Kopftuch positionieren werde, gab der Grünen-Politiker in einer Diskussionsrunde mit Schülern in Wien folgende Antwort: «Wir werden noch alle Frauen bitten müssen, Kopftuch zu tragen aus Solidarität mit jenen, die es aus religiösen Gründen tragen.»

Sexismus-Vorwurf

Mit seinen Worten trat Van der Bellen eine Welle der Empörung los. Dass die Rechtspopulisten protestierten, war zu erwarten. Gegenwind kam aber auch von vielen säkularen Muslimen. So machten muslimische Frauenrechtlerinnen ihrer Entrüstung in einem offenen Brief Luft, in dem sie dem österreichischen Bundespräsidenten Sexismus und Kulturrelativismus vorwarfen.

«Dear Mr. President»

Eingemischt in diese Debatte hat sich nun auch der österreichische Schlagerstar Andreas Gabalier. Für einen Eintrag auf seiner Facebook-Seite posierte der 32-Jährige mit einem rot-weissen, klein karierten Kopftuch:

Darunter der Kommentar: «Ich habe mir heute schon einmal eines aus Solidarität unseren Frauen gegenüber aufgesetzt!» Gerichtet ist der Post an Van der Bellen – «Dear Mr. President», wie der selbsternannte «Volks-Rock'n'Roller» schreibt.

Sein Kommentar stösst im sozialen Netzwerk auf viel Beifall. Gabalier provoziert weiter, spielt neben dem Kopftuch auch auf das muslimische Alkoholverbot an: «In weiser Voraussicht auf das noch folgende Alkoholverbot aus Solidarität jenen Religionen gegenüber, in denen man keinen Alkohol trinkt, habe ich heute schon einmal damit begonnen, mein Verdauungsschnapserl gegen ein Stamperl steirisches Kernöl zu ersetzen!»

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