Aktualisiert

«Gabber sind keine Rechtsextremen»

Gabber ist eine harte Art von Techno. Ein Musikstil, der offenbar auch bei Neonazis gut ankommt. Doch in der Ostschweiz wehrt sich die Gabber-Szene gegen die Unterwanderung von rechts.

Gabber ist eine rasend schnelle elektronische Musikrichtung aus Rotterdam mit bis zu 300 Schlägen pro Minute. «Eine extrem harte Art

von Techno, vergleichbar mit Speedmetal im Rock», erklärt Arnold Meyer, Technoguru und Energy-Veranstalter. Es sei eine Kult-Bewegung, zu der sich in der Schweiz etwa 5000 Leute zählten, so Meyer.

Der 17-jährige Heerbrugger Stefan Bischofberger ist einer aus der Ostschweizer-Szene. Markenzeichen: Glatze, Londsdale-Klamotten, Bomberjacke und Nike-Turnschuhe. «Unser Kleidungsstil sieht dem der Rechtsradikalen ähnlich», sagt Bischof. «An Stelle von Springerstifeln tragen Gabber aber Turnschuhe».

Es gebe inzwischen jedoch Rechtsradikale, die die Gabber-Szene unterwandern. «Sie missbrauchen Gabber, um ihre Aggressionen auszuleben», so Bischof. Dass sich oft Skinheads unter das Gabber-Volk mischt, bestätigen Szenenkenner. «Richtige Gabber distanzieren sich jedoch von den Rechten», sagt Meyer, an dessen Energy-Party es jeweils einen Gabber-Floor gibt.

(feb)

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