Aktualisiert 14.07.2009 12:47

KriseGaddafi lässt Schweizer Diplomaten ins Land

Libyen hat dem neuen Schweizer Geschäftsträger in Tripolis nach mehreren Wochen Blockade endlich ein Visum erteilt. Seit der Verhaftung des Gaddafi-Sohnes Hannibal vor einem Jahr sind die Beziehungen zwischen den beiden Staaten gestört.

Der Geschäftsträger ersetzt Botschafter Daniel von Muralt, der Anfang des Jahres in Pension gegangen war. Der Sprecher des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Erik Reumann, bestätigte am Dienstag eine entsprechende Meldung der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps».

Seit der Verhaftung von Hannibal al-Gaddafi und seiner Ehefrau Aline in Genf im Juli 2008 sind die Beziehungen zwischen Tripolis und Bern gespannt. Das libysche Regime ist der Ansicht, dass die Genfer Polizei widerrechtlich gehandelt habe und die Schweiz für die erniedrigende Behandlung des Sohnes von Muammar al-Gaddafi Genugtuung leisten müsse.

Seither können zwei Schweizer nicht aus dem nordafrikanischen Land ausreisen. Auf ein Angebot von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, den libyschen Staatschef in Tripolis persönlich zu treffen um eine Lösung zu finden, ist Libyen bisher nicht eingegangen.

(sda)

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