Aktualisiert 03.02.2005 17:22

Gaddafi-Sohn: Randale in Paris

Der jüngste Sohn des libyschen Staatschefs Muammar al Gaddafi, Hannibal Gaddafi, hat mit neuen Eskapaden in Paris den Unmut des französischen Aussenministeriums auf sich gezogen.

Gaddafi soll im Grand Hôtel Intercontinental im Opernviertel die Einrichtung seines Zimmers beschädigt und seine schwangere Begleiterin geschlagen haben. Erst vor ein paar Monaten war der 28-Jährige in seinem Porsche mit Tempo 140 über die Champs-Elysées gerauscht.

Die Polizei ermittelt wegen der Vorfälle, die sich in der Nacht zum Mittwoch zutrugen. Das Aussenministerium erklärte am Donnerstag, man habe den libyschen Behörden seinen Unwillen über die wiederholten Zwischenfälle mit Hannibal Gaddafi übermittelt, der keine diplomatische Immunität besitze. Die Zeitung «Le Parisien» berichtete, Gaddafi und seine Freundin hätten sich heftig gestritten. Der 28-Jährige habe beim Eintreffen des Hotel-Sicherheitsdienstes zu einer Pistole gegriffen, aber nicht geschossen, verlautete aus Polizeikreisen. Gaddafi soll sich dann in seinem Zimmer eingeschlossen und dieses teilweise verwüstet haben.

Seine 24 Jahre alte Freundin wurde kurzfristig im Amerikanischen Krankenhaus von Neuilly bei Paris behandelt. Sie informierte die Polizei. Gaddafi verliess Frankreich am Donnerstag mit einem Flugzeug Richtung Kopenhagen. (dapd)

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