Aktualisiert 04.04.2009 21:05

Libyen verklagt Genf

Gaddafi-Verhaftung könnte teuer werden

Die seit einiger Zeit angekündigte Zivilklage Libyens gegen den Kanton Genf wegen der Verhaftung von Hannibal Gaddafi ist fertig ausgearbeitet. Libyen verlangt nicht nur eine öffentliche Entschuldigung - sondern auch ein «Schmerzensgeld» und Anwaltskosten über rund 530 000 Franken.

Die «NZZ am Sonntag» zitiert in ihrer aktuellen Ausgabe aus dem 62-seitigen Dokument. Demnach verlangt das Regime von Muammar Gaddafi, dass die Genfer Behörden Verfehlungen bei der Verhaftung von Hannibal Gaddafi und dessen Frau Aline im Juli 2008 eingestehen sollen.

Etwa beim Vorgehen der Polizei, bei der Höhe der Kaution für die Freilassung oder bei der verspäteten konsularischen Betreuung in der Haft. Das Urteil soll als Inserat in drei Zeitungen veröffentlicht werden.

Zudem fordert Libyen Genugtuung für Hannibal und seine Frau Aline: Sie sollen je 20 000 Franken erhalten und der dreijährige Hannibal junior 10 000 Franken. Dazu kommen Anwaltskosten von 477 477 Franken.

Die Klage wird angeblich in den nächsten Tagen eingereicht.

(Quelle: «NZZ am Sonntag»)

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