Zu gefährlich: Gänse sollen nun doch eingefangen werden
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Zu gefährlichGänse sollen nun doch eingefangen werden

Zwei Gänse halten Zürich auf Trab: Während es gestern noch hiess, das verletzte Tier und sein Partner würden nicht eingefangen, hat sich nun die Sachlage geändert. Die Situation sei zu riskant.

von
fhr
Die eine Hälfte dieses Gänsepaars hat einen gebrochenen Flügel – nun will man die Gänse doch einfangen.

Die eine Hälfte dieses Gänsepaars hat einen gebrochenen Flügel – nun will man die Gänse doch einfangen.

Am Donnerstag meldeten mehrere Passanten, in Zürich ein Gänsepaar gesichtet zu haben. Von den beiden Tieren sei eines am Flügel verletzt (20 Minuten Online berichtete). Nach Abklärung durch den zuständigen Wildhüter hiess es, man wolle die beiden, die sich nur auf dem Durchflug befanden, erst einmal beobachten und vorerst nicht einfangen. Nun hat sich die Sachlage verändert.

This Schenkel, Vogelwildhüter der Stadt Zürich, konnte am Freitagmorgen einen genaueren Blick auf das Gästepaar werfen. «Es handelt sich meines Erachtens nicht um reine Graugänse, sondern um eine Mischform aus Graugänsen und Hausgänsen. Sie könnten von einem Hof ausgebüxt sein», erklärt Schenkel. Das heisst, die Tiere könnten schon mal in näheren Kontakt mit Menschen gekommen sein.

Das Gebiet ist bei Hündelern sehr beliebt

Die Gänse haben keine Möglichkeit, von alleine aus dem Sihlbecken zu fliehen und das Gebiet ist bei Hundehaltern sehr beliebt. Von den Hunden geht eine zu grosse Gefahr aus, um die Gänse sich selbst überlassen zu können. Das verletzte Tier muss behandelt werden. «Das grosse Problem besteht allerdings darin, dass beide Gänse gleichzeitig eingefangen werden müssen. Wenn eine entwischt, ist die Aktion fehlgeschlagen.» Wann man den Versuch wagen will, ist noch nicht bekannt. Jedoch wird sich der Wildhüter übers Wochenende immer wieder den Gänsen nähern, um sie an seine Anwesenheit zu gewöhnen.

Wenn die Tiere erfolgreich geschnappt werden, will man die Gans mit dem gebrochenen Flügel operieren und pflegen. Man geht davon aus, dass sie sechs Wochen nach dem Eingriff wieder flugfähig ist und dass man das Paar gefahrlos auf einem Hof aussetzen kann. Ob sich die Gänse dann erneut für ein Leben in freier Wildbahn entscheiden, ist ihnen selbst überlassen.

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