Beachvolleyball: Gänsehaut-Atmosphäre im Hexenkessel
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BeachvolleyballGänsehaut-Atmosphäre im Hexenkessel

Die Schweizer Duos gewinnen ihre Spiele und schwärmen von der Stimmung im Stadion an der Copacabana.

von
Peter Berger
Rio
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12 00 Fans fasst die temporär erstellte Beachvolleyball-Arena an der Copacabana.

12 00 Fans fasst die temporär erstellte Beachvolleyball-Arena an der Copacabana.

/Ezra Shaw
Wenn wie hier Agatha (r.) und Barbara Einheimische spielen, verwandeln die brasilianischen Zuschauern das Stadion in einen Hexenkessel mit Gänsehaut-Atmosphäre.

Wenn wie hier Agatha (r.) und Barbara Einheimische spielen, verwandeln die brasilianischen Zuschauern das Stadion in einen Hexenkessel mit Gänsehaut-Atmosphäre.

/Ezra Shaw
Auch die Schweizerinnen  Isabelle Forrer (l.) und Anouk Vergé-Dépré schwärmen von der Stimmung.

Auch die Schweizerinnen Isabelle Forrer (l.) und Anouk Vergé-Dépré schwärmen von der Stimmung.

/Ezra Shaw

Als wäre die Stimmung im Mega-Stadion nicht schon prickelnd genug, sorgten Isabelle Forrer und Anouk Vergé-Dépré noch für einen Krimi. Am Ende gewannen sie gegen die Australierinnen Mariafe Artacho/Nicole Laird in 66 Minuten mit dem vierten Matchball 19:21, 21:16, 21:19. «Ich war zu Beginn nervös», gestand Vergé-Dépré. Für Forrer war entscheidend, «dass wir uns zurückgekämpft haben und als Team nicht auseinandergefallen sind». Mit einer Niederlage und einem Sieg bleibt der Einzug in die K.o.-Phase möglich.

Das möchten die Schweizerinnen unbedingt, denn nirgends ist das Setting schöner als an der Copacabana, da wo Beachvolleyball seinen Ursprung hat. Das fanden auch Nadine Zumkehr und Joana Heidrich nach ihrem Startsieg in der Nachtsession. «Die Stimmung ist wahnsinnig, ich liebe es, in diesem riesigen Stadion zu spielen», so Olympia-Debütantin Heidrich. Und die routinierte Zumkehr ergänzte: «Hier spielen zu dürfen ist ein Privileg.»

Fans aus dem Häuschen

Forrer/Vergé-Dépré konnten gestern auch noch erleben, wie die 12'000 Zuschauer das Stadion in einen Hexenkessel verwandelten. Schon bei ihrem Spiel war die Stimmung «sehr cool» (Vergé-Dépré), aber als gleich nach ihnen die Brasilianerinnen Agatha/Barbara spielten, stieg der Lärmpegel nochmals massiv an. «Das ist beeindruckend», staunte Forrer. Das Publikum peitschte die Einheimischen gegen die Gegnerinnen aus Argentinien richtiggehend zum Sieg und sorgte für Gänsehaut-Atmosphäre pur an der Copacabana.

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