Aktualisiert 29.10.2007 16:34

Gäste witterten den Braten: Hundefleisch

Eine Chinarestaurant-Kette in Moskau hat kranke streunende Hunde - wie sie zu tausenden die russische Hauptstadt bevölkern - geschlachtet.

Den Gästen wurde das Hundefleisch als Lamm vorgesetzt. Lebensmittelkontrolleure fanden in einem Lokal der Kette Hundeköpfe und ausgeweidete Körper, teilte ein Behördensprecher nach Angaben der Agentur Interfax am Montag mit. In einem Käfig seien zudem weitere Tiere für die Schlachtung gehalten worden.

«Chinesische Köche schlachteten Hunde im Restaurant und bereiteten das Fleisch wie eine Delikatesse zu», sagte Behördensprecher Philipp Solotnizki. Gegen die Besitzer der inzwischen geschlossenen Kette sei ein Strafverfahren wegen Betrugs und Tierquälerei eingeleitet worden.

Die Kontrolleure kamen den Verdächtigen nach der Anzeige von Gästen auf die Spur. Zwei Männer hatten nach Verlassen des Lokals bemerkt, wie über einen Hintereingang Säcke, in denen sich etwas bewegte, in das Lokal gebracht worden seien.

Auf die Anzeige hin besuchten Lebensmittelinspekteure inkognito die Restaurants. Sie bestellten verschiedene Gerichte und nahmen Proben von den Speisen. Untersuchungen in russischen Labors ergaben, dass den Gästen Hundefleisch - auch von kranken Tieren - serviert wurde.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.