Kuriose Transfer-Geschichte : Galatasaray holt coronakranken Fernandes per Krankentransport und Schutzanzug
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Kuriose Transfer-Geschichte Galatasaray holt coronakranken Fernandes per Krankentransport und Schutzanzug

Neuer Arbeitgeber in einem anderen Land? Kein Problem. Doch was passiert, wenn der Spieler Corona hat und nicht einreisen darf? Gedson Fernandes und Galatasaray Istanbul haben die Lösung.

von
Florian Osterwalder
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Der Mittelfeldspieler Gedson Fernandes wurde bei den Tottenham Hotspurs nicht glücklich und wechselte in die Türkei. 
Der Mittelfeldspieler Gedson Fernandes wurde bei den Tottenham Hotspurs nicht glücklich und wechselte in die Türkei. AFP
Ein Komitee aus Mediziner wartet auf den an Corona erkrankten Spieler.
Ein Komitee aus Mediziner wartet auf den an Corona erkrankten Spieler.Screenshot Twitter 
Mit diesem Krankentransportflugzeug flog der Portugiese von London nach Istanbul.
Mit diesem Krankentransportflugzeug flog der Portugiese von London nach Istanbul.Screenshot Twitter 

Darum gehts

  • Gedson Fernandes wechselt zu Galatasaray Istanbul.

  • Er war positiv auf Corona getestet worden und reiste trotzdem im Flugzeug an.

  • 25’000 Euro zahlte er für diesen One-Way-Flug.

Am Montag um 18.00 Uhr endete das internationale Transferfenster. Um alle Formalitäten zu klären, fliegen die Spieler meistens zu ihrem neuen Arbeitgeber und absolvieren dort auch noch den nötigen Medizincheck. In Zeiten einer globalen Pandemie ist dies aber nicht ganz einfach. Schon gar nicht, wenn der Spieler selbst an Corona erkrankt ist.

Gedson Fernandes wurde in den vergangenen Monaten nicht glücklich bei den Tottenham Hotspur. Diese hatten ihn von Benfica Lissabon ausgeliehen, mit einer Kaufoption von über 50 Millionen Euro. Doch beim Londoner Club konnte der Portugiese nicht überzeugen. Lediglich zwei Spiele absolvierte der 22-jährige Mittelfeldspieler für die Spurs. Tottenham wollte auf keinen Fall im Sommer die fälligen 50 Millionen Euro zahlen und schickte den Spieler nach nur einem halben Jahr zurück an Benfica Lissabon.

Zurück nach Lissabon oder in die türkische Metropole?

Bei den Portugiesen fand man keine Verwendung für Fernandes. Noch bevor er wieder Fuss fassen konnte, handelte Benfica Lissabon einen neuen Leihvertrag aus – mit Galatasaray Istanbul. Doch noch bevor der Deal am letzten Transfertag abgeschlossen werden konnte, drängte sich ein neues, viel grösseres Problem auf: Fernandes wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Somit konnte der Portugiese nicht mit einem Touristenflugzeug nach Istanbul reisen.

Sein zukünftiger Arbeitgeber Galatasaray Istanbul hatte eine kreative Lösung bereit. Fernandes wurde per Krankentransport in die Türkei eingeflogen. Am Rollfeld wurde der Spieler von einem Komitee von Menschen in Schutzausrüstung begrüsst und direkt in häusliche Quarantäne gebracht. Kosten für den ganzen Aufwand? Laut «11Freunde» satte 25’000 Euro. Ganz schön viel Geld, um einen Corona-Patienten von London nach Istanbul zu fliegen. Wer hätte gedacht, dass bei den ganzen Millionen im Fussballbusiness diese Summe für die kurioseste Geschichte des Transferwinters sorgt?

Hast du oder jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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