Champions League: Galatasaray steht mit dem Rücken zur Wand
Aktualisiert

Champions LeagueGalatasaray steht mit dem Rücken zur Wand

Galatasaray Istanbul droht gegen Real Madrid das frühe Aus in der Champions League. Die Statistik spricht nicht für die Türken.

von
Eva Tedesco
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Galatasaray Istanbul bot Real Madrid am 22. Oktober 2019 die Stirn.

Galatasaray Istanbul bot Real Madrid am 22. Oktober 2019 die Stirn.

epa/Sedat Suna
Dennoch verloren die Türken die Partie gegen die Spanier wegen einem Tor von Toni Kroos.

Dennoch verloren die Türken die Partie gegen die Spanier wegen einem Tor von Toni Kroos.

epa/Tolga Bozoglu
Galatasaray-Trainer Fatih Terim ist mit seinem Team gefordert. Bei einer weiteren Niederlage gegen Real ist die Champions League nach der Gruppenphase bereits vorbei.

Galatasaray-Trainer Fatih Terim ist mit seinem Team gefordert. Bei einer weiteren Niederlage gegen Real ist die Champions League nach der Gruppenphase bereits vorbei.

AP

In Istanbul zeigte Real beim 1:0-Sieg vor zwei Wochen keine Gala. Galatasaray konnte von der schlechten Chancenauswertung nicht profitieren. Nun lautet die Devise beim türkischen Meister All-in. Denn bei einer Niederlage in Madrid hat Galatasaray keine Chance mehr, in die Achtelfinals einzuziehen.

Ein Blick in die Vergangenheit macht indes wenig Hoffnung für Galatasaray. Nebst der kürzlichen Partie spielten die beiden Teams in der Gruppenphase bisher zwei Mal gegeneinander. 1:4 und 1:6 lauten die Resultate aus Sicht der Türken. Sechs der elf geschossenen Real-Treffer erzielten Toni Kroos, Karim Benzema, Gareth Bale (fraglich) und Francisco Isco, die noch dem aktuellen Madrider Kader angehören.

Reals Toreschiessen hapert

Allerdings präsentieren sich die Königlichen derzeit gar nicht treffsicher. 0:3, 2:2 und 1:0 die aktuelle Ausbeute. Und wer in der Königsklasse einen Real-Angreifer unter den Top-Torschützen sucht, muss lange suchen. Kroos, Sergio Ramos und Casemiro teilen sich mit einem Tor die Plätze unter ferner liefen.

Wen wundert es da, dass PSG-Stürmerstar Kylian Mbappé zuoberst auf der Wunschliste von Florentino Perez zu finden ist. Der Real-Boss will nach David Beckham, Luis Figo und Cristiano Ronaldo wieder einen «Galaktischen» in Weiss sehen. Der Franzose ist seine einzige Option. Und da schrecken ihn nicht einmal 300 Millionen Euro ab, die PSG für den 20-jährigen Ausnahmekönner (Vertrag bis 2023) abdrücken müsste.

Die gleiche Summe gab Perez für Sommerstransfers aus – allerdings für fünf Spieler (Luka Jovic, Eden Hazard, Ferland Mendy, Eder Militao, Rodrygo). Die Torausbeute der neuen Jovic und Hazard in drei Gruppenspielen? Ein Assist von Hazard.

Die Hoffnung lebt

Ein wenig Hoffnung bleibt dem Team von Trainer Fatih Terim trotz der schwachen Bilanz in Madrid und dem drohenden Aus bei einer Niederlage aus der Champions League. Auch deshalb zeigt sich der «Imperator» zuversichtlich. Terim: «Ich will Spieler sehen, die keine Angst haben, zu verlieren. Keiner glaubt an uns, aber wir tun das. Wenn wir verlieren, spielen wir wahrscheinlich in der Europa League – aber wenn wir gewinnen, könnte sich alles ändern.» Drei Punkte im Santiago Bernabeau wären gleichbedeutend mit dem 100. Sieg des türkischen Rekordmeisters auf europäischer Bühne.

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