Galenica-Aktien gewinnen verlorenes Terrain zurück

Aktualisiert

Galenica-Aktien gewinnen verlorenes Terrain zurück

Die Galenica-Aktien tendieren am Montag deutlich fester und erobern verlorenes Terrain zurück.

Auslöser für die positive Kursentwicklung ist die - wenn auch eingeschränkte - Zulassungsempfehlung des FDA-Zulassungskomittees für das Eisenersatzpräparat Ferinject/Injectafer. Der Ausschuss hat das Präparat zur Behandlung von Eisenmangelanämie bei Frauen mit starken Monatsblutungen empfohlen.

Bis um 09.40 Uhr stiegen Galenica um 12,0 Prozent. Gestartet war der Titel nach einer (technischen) Handelsaussetzung zu Beginn mit einem Plus von 15,1 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 615,00 Franken ist aber nach wie vor weiter ausser Reichweite. Der Gesamtmarkt (SPI) gewinnt derweil 0,23 Prozent auf 7?833,87 Punkte.

Spekulationen beendet

Die Galenica-Aktien haben mit dem heutigen Kursgewinn die 400-Franken-Marke wieder zurückerobert, nachdem am vergangenen Mittwoch Gerüchte und Spekulationen um die Sitzung des FDA-Ausschusses zum Fall unter eben dieses Niveau geführt hatten. Damals wurde bekannt, dass der US-Kooperationspartner von Galenica, die Sankyo-Tochter Luitpold, im Dezember Daten zu Injectafer beim FDA-Komittee nachliefern musste, die im Zusammenhang mit während der Studien aufgetretenen Todesfällen standen.

«Erfreulicherweise Zulassung erhalten»

Galenica habe nun erfreulicherweise die Empfehlung zur Zulassung von Ferinject in den USA vom Ausschuss erhalten, schreibt ZKB-Analystin Sibylle Bischofberger. Somit seien alle Gerüchte nichtig geworden, die letzte Woche zu einer Achterbahnfahrt der Galenica-Titel geführt haben.

Als einzige Einschränkung hat das Komittee verfügt, dass Injectafer nur dann angewendet werden soll, wenn Patientinnen auf orales Eisen nicht ansprechen. Damit könne Galenica jedoch gut leben, da dies in der Praxis nur eine geringe Einschränkung darstelle und diese Einschränkung auch in Europa gegeben sei, so die ZKB-Analystin weiter. Sie erhöhte in der Folge denn auch das Rating auf «übergewichten» nach zuletzt «marktgewichten». Der faire Wert liege bei 500 Franken, was weiteres Potenzial darstelle.

Merrill Lynch empfiehlt ebenfalls neu zum «Kauf» nach zuvor «Neutral». Das Ergebnis der Sitzung sei für das Präparat besser als zunächst erwartet ausgefallen, lautet hier die Begründung. Der Markt habe Ferinject/Injectafer bereits vollständig abgeschrieben gehabt. Mit diesem Entscheid könne nun das Roll-Out in Europa fortgesetzt und die Zulassung in den USA angestrebt werden. Somit sei das Umsatzpotential des Präparats innert Kürze von null in den Bereich von 300 Millionen Franken gestiegen, heisst es im Kommentar von Merrill Lynch weiter.

Die Analysten der UBS und der Bank Vontobel haben an der Kaufempfehlung und an ihren Kurszielen festgehalten. Während Carla Bänziger von Vontobel das Kursziel bei 460 Franken sieht, liegt das Ziel von Maja Pataki (UBS) bei 500 Franken.

Gar 600 Franken beträgt das Kursziel von Helvea-Analyst Olav Zilian. Der Analyst hatte jedoch das Ziel von 811 Franken zurückgenommen. Falls die FDA im März einen Approvable Letter für Injectafer ausgeben sollte, werde er aber auf das frühere Kursziel zurückkommen, schreibt Zilian. (awp/scc/kk.)

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