Galileo von Forschern geknackt
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Galileo von Forschern geknackt

US-Forschern der Cornell University ist es gelungen, den Code des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo zu knacken.

Mit einer halbkugelförmigen Antenne auf einem Dach und einem Receiver fingen die Forscher den Code des Satelliten Giove-A (Galileo In-Orbit Validation Element-A) ab und konnten ihn entschlüsseln. Die EU-Kommission beschwichtigte umgehend. «Bei Giove-A handelt es sich um einen Testsatelliten. Der Code wurde nicht veröffentlicht, da er nicht für kommerzielle Zwecke gedacht war. Der Code war zudem nicht geheim, wodurch es keine große Leistung war, ihn zu knacken», so ein Sprecher der Kommission.

Dennoch nehmen die Wissenschaftler für sich in Anspruch, ein elementares Stück des Systems geknackt zu haben, berichtet das Branchenportal Cnet. Mit Hilfe von pseudozufälligen Nummern sei es ihnen gelungen, sich freien Zugang zum europäischen Navigationsprojekt zu verschaffen. Damit bekämen Endverbraucher kostenlosen Zugang zum Satellitensystem.

Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo soll 2010 in Betrieb genommen werden. Es basiert auf 30 Satelliten, die in einer Höhe von etwa 23.000 Kilometern die Erde umkreisen. Galileo ist für zivile Zwecke konzipiert und unterliegt nicht, wie GPS und das russische GLONASS, einer nationalen militärischen Kontrolle. Im Gegensatz zum US-amerikanischen GPS-System, das durch Steuergelder und Finanzmittel des Militärs entwickelt wurde, soll sich Galileo über Nutzungsentgelte finanzieren.

(Quelle: pte)

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