Galmiz: Deiss trifft Pharmafirma
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Galmiz: Deiss trifft Pharmafirma

Bundesrat Joseph Deiss und die betroffenen Volkswirtschafts- Direktoren haben Vertreter des US-Multis getroffen, der im freiburgischen Grossen Moos eine Pharmafabrik bauen will. Das Projekt und die umstrittene Ansiedlung wird nun geprüft.

Zwei Unternehmens-Vertreter hätten ihr Projekt präsentiert, sagte Evelyn Kobelt vom Volkswirtschaftsdepartement (EVD) zu einem Bericht im «Tages-Anzeiger». Am Treffen letzte Woche in Bern seien auch der Freiburger Volkswirtschaftsdirektor Michel Pittet und dessen Waadtländer Amtskollegin Jacqueline Maurer dabei gewesen.

Das Unternehmen habe dabei seine Vorstellungen eingebracht, sagte Kobelt. Dabei ging es auch um Steuererleichterungen. Die EVD- Sprecherin verwies dabei auf den Bonny-Beschluss, der dies in wirtschaftlich schwachen Gebieten während zehn Jahren ermöglicht. Der Beschluss läuft Ende 2006 aus.

Mit dem Treffen habe Klarheit über das Projekt geschafft werden sollen, sagte Kobelt. Damit könne die Ansiedlung geprüft werden. Wie lange das dauert, konnte sie nicht sagen. Jedenfalls sehe Deiss die Schaffung von Arbeitsplätzen als positiv. Dabei spiele es keine Rolle, in welcher Region dies passiere - einfach in der Schweiz.

Name weiterhin unbestätigt

Um welches Unternehmen es sich beim US-Multi handelt, wollte die EVD-Sprecherin nicht sagen. Gegner des Projekts brachten immer wieder den Namen Amgen ins Spiel. Dieses Unternehmen gilt als der weltgrösste Biotechnologie-Konzern, der 2003 einen Jahresumsatz von über 8 Milliarden Dollar erwirtschaftete.

Das Projekt im Grossen Moos bei Galmiz FR beinhaltet Investitionen von mehreren hundert Millionen Franken und die Schaffung von über 1000 Arbeitsplätzen. Das Projekt ist umstritten, weil für den Bau der Fabrik im grössten zusammenhängenden Landwirtschaftsgebiet der Schweiz eine grössere Fläche umgezont werden müsste.

(sda)

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