«Hitman»: Game als Film: Für einmal geglückt
Aktualisiert

«Hitman»Game als Film: Für einmal geglückt

Verfilmungen von Videogames sind en vogue, doch leider fallen sie oft erbärmlich aus. Schuld daran sind dünne Storys und miese Schauspieler, siehe «Final Fantasy» oder «Dungeons and Dragons».

von
Philippe Zweifel

Nicht so «Hitman». «Die Hard 4»-Bösewicht Timothy Olyphant spielt darin den Profikiller Agent 47. Als solcher soll er in Sankt Petersburg die geheimnisvolle Nika beseitigen. Doch der Auftrag entpuppt sich als Falle: Er gerät zwischen die Fronten eines politischen Machtspiels von Interpol und dem russischen Militär. Obendrein wird er von seinem eigenen Auftraggeber zum Abschuss freigegeben.

Mit Olyphant und dem neuen Bond-Girl Olga Kurylenko attraktiv besetzt, bietet der Film ein Hochglanz-Action-Spektakel – die Schiessereien und Verfolgungsjagden sind dabei dem Videospiel entnommen. Im Gegensatz zur Gamevorlage überzeugt der Film mit einer gelungenen Charakterzeichnung.

Die Einsamkeit des Killers ist ebenso glaubwürdig inszeniert wie seine Beziehung zu seinem Opfer. Doch Freunde des «Hitman»-Games müssen nicht um die Gewaltverliebtheit der Vorlage fürchten: Auch der Bodycount des Films liegt im dreistelligen Bereich.

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